jump to navigation

Männel hält die Löwen in Schach 20. August 2011

Posted by Max in : Bundesliga,Nordostfussball , add a comment

Die Zweite Liga hat in dieser Saison drei Wochen Vorsprung, weshalb die Tabelle nun, Mitte August, nach fünf Spieltagen eine andere Aussagekraft hat als in der Bundesliga. Erste Tendenzen zeichnen sich bereits ab. Nimmt man den Saisonstart als Maßstab, möchte Aufsteiger Eintracht Braunschweig in dieser Spielzeit wohl die Rolle einnehmen, die vergangene Saison dem FC Erzgebirge Aue zugeschrieben wurde: Mit dem Euphorie in der neuen Liga durchstarten. Der Saisonstart ist den Niedersachsen gelungen, drei Siege waren es aus den ersten vier Spielen.

Das heimliche Vorbild der Braunschweiger, der FC Erzgebirge, schien am ersten Spieltag bereits wieder auf die Erfolgswelle des letzten Jahres aufspringen zu können. Doch die nächsten Wochen verliefen ergebnismäßig nicht optimal und sorgten auch spielerisch für Enttäuschungen. Erfolgstrainer Rico Schmitt hatte davor gewarnt, dass für die Auer die berüchtigte schwere zweite Saison im Unterhaus bevorsteht. Nun fühlte er sich nach der 0:2-Heimpleite gegen den KSC bestätigt.

Die Auer als Vorbild für den Deutschen Meister von 1967 zu nennen, ist jedoch nur mit Blick auf die sportliche Situation in den ersten Wochen der Spielzeit zu rechtfertigen. In allen anderen Punkten verbieten sich die Quervergleiche. Hier das beschauliche Erzgebirge, dort eine nach Profifussball dürstende Stadt in Niedersachsen. Hier der mürrische Rico Schmitt, dort der kloppoeske Torsten Lieberknecht. Hier das Erzgebirgsstadion mit dem Steigerlied. Dort das Eintracht-Stadion mit seiner extrem intensiven Stimmung. Braunschweig ist mindestens eine Nummer größer und hat – da ist wieder ein Vergleich mit dem FCE angebracht – eine ganz besondere Beziehung zu seinem erfolgreichsten Verein. Auf Dauer, da bin ich mir sicher, wird sich das Potential in der Löwenstadt entfalten.

Doch die Realität derzeit heißt erst einmal, sich in der Zweiten Liga zu etablieren. Die sportliche Qualität der Mannschaft ist gut, dass hat eine überragende Aufstiegssaison bereits gezeigt. Doch man wird auch mit Rückschlägen umgehen können. Ein kleiner zumindest war die heutige Partie gegen den FC Erzgebirge. In einem rassigen Spiel konnten die Löwen zunächst die Spielkontrolle übernehmen und gingen auch schnell durch Kruppke (7. Minute) in Führung. Die Dominanz des Teams von Torsten Lieberknecht hielt quasi bis zur Halbzeitpause an, jedoch verpasste man es, die sich in der ungeordnet wirkenden Hintermannschaft der Auer aufreißenden Lücken konsequent für weitere Tore zu nutzen. Lehrgeld, dass man in Braunschweig noch zahlen muss: Eine mangelhafte Chancenverwertung wird konsequent bestraft. So war es in einer kurzen starken Phase Jan Hochscheidt, der für die Veilchen den Ausgleich (31. Minute) erzielte. Nach dem Seitenwechsel gestaltete sich das Match dann ausgeglichener, Aue kämpfte sich besser in das Match und konnte sich weitere Chancen erspielen. Ein spielerischer Leckerbissen waren die 90 Minuten sicher nicht, aber sehr leidenschaftlich geführt und mitunter auch etwas über die Grenzen des Erlaubten. In der Folge einer etwas laschen Linie des Referees gab es immer häufiger Wortgefechte und Nickligkeiten. Erstaunlicherweise erfolgte der Abpfiff trotzdem mit 22 Spielern auf dem Feld. Garant für den Punktgewinn aus Gäste-Sicht war einmal mehr Torwart Martin Männel, der mit mehreren guten Paraden aufwarten konnte und nicht zuletzt einen Elfmeter von Kumbela (75. Minute) entschärfte. Somit trennten sich Braunschweig und Aue remis 1:1.

Beide Mannschaften werden in dieser Saison ihren Weg gehen und – wenn sie den gleichen Einsatz wie heute zeigen – auch nicht in die Gefahr rennen, gegen den Abstieg spielen zu müssen.

Kontinuität im Erzgebirge 14. Juli 2011

Posted by Max in : Bundesliga,Nordostfussball , add a comment

Glück auf, der Steiger kommt! Die Veilchen aus dem Miriquidi waren die große Überraschungsmannschaft der vergangenen Zweitligasaison. Als Aufsteiger mischte man vom ersten Spieltag an oben mit, sicherte sich sogar nachträglich die Herbstmeisterschaft. Erst im Verlauf der Rückrunde musste man etwas abreißen lassen, doch der FC Erzgebirge spielte immer noch auf einem hohen Niveau mit, nicht in unmittelbarer, aber zumindest naher Distanz zu den Aufstiegsrängen.

Und wie man es von den Lila-Weißen so kennt, ist auch für die neue Saison Kontinuität angesagt. Zumindest auf den ersten Blick. In der letzten Saison definierte man sich hauptsächlich über gefährliche Standardsituationen und Konterspiel – das Momentum des Tores zum ominösen psychologisch günstigen Zeitpunkt war ebenso wie der Faktor “Glück” oft auf der Seite des Aufsteigers. Nun gilt es sich, neu zu beweisen und ein paar weitere Überraschungsmomente dem Portfolio hinzuzufügen. Nur mit der Hoffnung auf den lucky punch zu leben, wird wahrscheinlich eine zu hohe Rechnung ergeben. Aber auch hier gilt, wie bei so vielem im Erzgebirge: Alles mit Maß und Ziel.

Auf den ersten Blick ändert sich eigentlich nicht viel, doch wer etwas tiefer blickt, wird schnell erkennen, dass Trainer Rico Schmitt und das Management an den vermeintlich richtigen Stellschrauben nachjustiert haben. Dennoch würde es verwundern, wenn am Samstagmittag beim Saisonauftakt gegen Alemannia Aachen mehr als ein neuer Spieler in der Anfangsformation stehen würde. Das defensive Gerüst der Mannschaft bildet vor Schlussmann Martin Männel eine absolut eingespielte Viererkette: Pierre le Beau auf der rechten Seite, sein Pendant auf links ist René Klingbeil. Die Innenverteidigung Paulus/Lachheb machte die Stürmer in den letzten 34 Spieltagen regelmäßig wuschig. Eventuell ist auch Kevin Schlitte eine Alternative für die Rechtsverteidigerposition, doch eigentlich ist er mit seinen Vorstößen zu wertvoll im Mittelfeld. Davor werden wohl Marc Hensel und Oliver Schröder wieder das defensive Sechserduo bilden, eine in der Zweiten Liga absolut etablierte Kombination und wohl auch eine der stärksten Besetzungen dieser Staffel auf der Staubsauger-Position.

Bis hier gab es für den Verein wenig Bedarf zum Nachbessern. Doch in der Offensive steht der Coach in den nächsten Wochen vor der Situation, aus einer großen Auswahl die richtige Entscheidung treffen zu müssen – und darunter befinden sich eben auch einige neue Spieler. Wahrscheinlich läuft es wieder auf eine Dreier-Reihe hinter der einzigen Sturmspitze hinaus. Sehr wahrscheinlich sogar. Es spricht derzeit viel dafür, dass Schmitt auf den Außenpositionen den bewährten Kräften Jan Hochscheidt und Tobias Kempe vertraut. Für die verbleibenden beiden Plätze bleibt viel Raum für Spekulationen: Enrico Kern als Spielmacher? Einer der Neuzugänge Ronny König, Mike Könnecke, Christian Cappek oder Guido Kocer in vorderster Front? Oder bekommt Edeljoker Alban Ramaj seine Chance?

Wer auch immer die beiden offensiven Angriffspositionen am Sonnabend beackert, die neue Auswahl schafft für Rico Schmitt neuen Spielraum in Sachen Variabilität. Aue wird unberechenbarer, weil vormals hauptsächlich Sebastian Glasner – jetzt nach Burghausen gewechselt – oder Enrico Kern als einzige Sturmspitze zwar viel wertvolle Arbeit für das Team verrichteten, aber nicht die torgefährlichsten Spieler sind und diese taktische Variante wohl keine zweite komplette Saison so gut laufen wird.

Neben dem Abgang von Glasner hat mit Tomas Kos der Kapitän das Team verlassen. Ich bin mir nicht ganz sicher, wie wichtig der Pole in seiner Rolle noch für das Gesamtgefüge war. Obwohl er zuletzt kein Stammspieler mehr war, oft verletzt, wurde er immer wieder als unumstrittener Leader der Mannschaft beschrieben. Es gilt wohl die ersten Spiele abzuwarten, ob sich neue, stabile Kräfteverhältnisse herausgebildet haben oder die Erzgebirgler ungeordnet durch die Zweite Liga wanken.

Eventuell könnte aber noch ein anderes Problem auf die Auer zukommen: Die erfolgreichste Spielzeit der gesamtdeutschen Vereinsgeschichte hat Begehrlichkeiten geweckt. Aue ist zwar immer noch ein Ort der heilen Fussball-Welt, aber man muss sich auch den Gesetzen des 21. Jahrhunderts beugen. So heißt das Stadion nun schon eine Weile “Sparkassen Erzgebirgsstadion”. Das gefällt nich jedem, genauso wie der Sicherheitsfussball von Rico Schmitt. Der beendete zwar das Auer Trainer-Chaos nach dem Ende der Ära von Gerd Schädlich und führte den Klub in die Spitze des Unterhauses, aber mitunter wird er jetzt als Spaßbremse bezeichnet. Eine erstaunlich große Anzahl von Anhängern träumten im sonst so beschaulichen Erzgebirge von der Bundesliga – Schmitt tritt immer feste auf die Euphoriebremse und erntet dafür nicht nur Lob.

Doch das sind eigentlich nur Nuancen beim FC Erzgebirge. Die Fans unterstützen ihre Elf großartig, Schmitt hat volle Rückendeckung aus der Vereinsführung und sitzt fest im Sattel. Trotzdem tue ich mich schwer, die Chancen des Klubs in der neuen Saison einzuschätzen. Auch, weil mir nicht ganz klar ist, wie bei einem Negativlauf reagiert würde. Sollte ich mich festlegen, läuft es wohl auf einen gesicherten Mittelfeldrang jenseits von Gut und Böse hinaus.

2. Liga: Hertha BSC – Erzgebirge Aue 12. Dezember 2010

Posted by Moritz in : Bundesliga , add a comment

 Es ist ein Überraschungsduell. Beide Mannschaften wagten vor einem Jahr nicht wirklich von der Zweiten Bundesliga zu sprechen. Doch nun treffen sich sowohl Hertha, als auch Aue, in der zweiten Liga. Die Voraussetzungen könnten nicht anders sein. Der zum Aufstieg verdammte Haupstadtklub trifft auf die Mannschaft aus dem kleinsten Bundesligaort der Republik – und das (fast) auf Augenhöhe, wenn man der Tabelle Glauben schenken darf. Nach sensationellem Start beider Teams fängt aber auf der Zielgeraden der Hinserie der Motor an zu stottern.

Nichtsdestotrotz ist dieses Spiel eines der Highlights, auf das wir mit Hertha im Unterhaus hingefiebert haben. Was liegt da näher als das Spiel in einem Live-Blog zu verfolgen. Anpfiff ist auf dem Rasen 13h30. Wir werden schon kurz davor auf dem Platz stehen. Bis dahin wünschen wir noch einen Sonntag, der seinen Namen auch verdient.

Rico Schmitt – Glücksgriff für Aue 25. April 2010

Posted by Max in : Nordostfussball , add a comment

Der Erfolg der Auer beschäftigt den gemeinen Sachsen und so will es der Zufall, dass Max und Moritz, diese beiden, quasi zeitgleich zum gleichen Thema ihre Sicht darstellten. Hier folgend ist Max Sicht auf die Dinge und hier Moritz.

Knapp zwei Jahre ist es nun her, dass der FC Erzgebirge Aue den Weg in die Drittklassigkeit antreten musste. Vorher konnten sich die „Veilchen“, wie sie in Anlehnung an ihre Vereinsfarben genannt werden, einige Jahre mit relativ geringen Mitteln gut im oberen Tabellenfeld der 2. Bundesliga halten. Seit am 17. Dezember 2007 die achteinhalbjährige Ära von Gerd Schädlich auf der Auer Trainerbank endete, wurde der Weg zurück in die Erfolgsspur gesucht – und in diesem Frühjahr gefunden.

Rico Schmitt ist der dritte Trainer seit Schädlichs Abgang, nach Roland Seitz (lediglich drei Monate im Amt) und Heiko Weber (immerhin etwas mehr als ein Jahr Coach des FCE) ein unbekannter Name, und trotzdem bzw. gerade deshalb der Glücksgriff. Als Spieler war Schmitt nie in den oberen Spielklassen in Erscheinung getreten, und auch seine Trainerkarriere schien mit Engagements beim Altchemnitzer BSC bzw. dem Sachsenligisten Fortuna Chemnitz eher einen unspektakulären, regional verankerten Verlauf zu nehmen. Als Glücksgriff erwies sich für den FC Erzgebirge, gleichzeitig aber auch für die Entwicklung von Rico Schmitt, sein Wechsel zur zweiten Mannschaft der Violas im Jahr 2005. Schmitt formte mit kontinuierlicher Arbeit eine spielstarke Mannschaft, deren Niveau beim Aufstieg drei Jahre später deutlich über dem Rest der Landesliga stand – das kann ich (leider) aus eigener Erfahrung schildern.

Seine erste Drittligasaison 2008/2009 beendete der FC Erzgebirge nach einigem Auf und Ab auf einem enttäuschenden zwölften Tabellenrang, der Klub trennte sich wenige Tage nach Saisonende von Heiko Weber. Bei der Suche nach dem Nachfolger beschränkte sich die sportliche Leitung nicht wie zuvor auf „große“ Namen, sondern setzte mit Schmitt auf die interne Lösung. Auch in der Hoffnung, vielleicht zu ähnlicher Konitnuität zurückzufinden wie Jahre zuvor mit Erfolgstrainer Schädlich.

Nach einem durchwachsenen Saisonstart tauchten die Erzgebirgler im Herbst erstmals auf dem Aufstiegsradar auf. Ein paar Probleme um die Winterpause herum warfen sie zwar ein bisschen zurück, doch der Kontakt zu den Aufstiegsrängen ist nie abgerissen. Seit einigen Wochen präsentiert sich die Mannschaft nun in hervorragender Form und legt mit teilweise beeindruckender Effektivität eine Siegesserie auf das Parkett. Mit einem Sieg im Nachholspiel gegen Wehen-Wiesbaden in der nächsten Woche ist die Sache schon fast durch, der Vorsprung vor dem Relegationsplatz betrüge zwei Spieltage vor Saisonende dann sechs Zähler. Beim Heimspiel gegen Braunschweig nächsten Freitag könnten schon die Sektkorken knallen.

Das Erfolgrezept liegt neben der Effektivität als wichtiges Stilmittel zur Ergebnissicherung auch in der ruhigen Art des Trainers begründet. Vor der Saison stellte man mit Bedacht eine gute Mannschaft zusammen, die homogen wirkt. Einige erfahrene Spieler, die Aue schon lange die Treue halten (Kos, Curri), bedachte Neuzugänge (Gambo, Ramaj) sowie junge Leute mit Perspektive (Birk, le Beau), die Schmitt teilweise schon in der eigenen Nachwuchsmannschaft betreute. Nicht zuletzt hat die Mannschaft mit dem jungen Keeper Martin Männel einen überragenden Rückhalt gefunden, dem die Fußstapfen vom langjährigen Stammgoalie Tomasz Bobel nicht zu groß sind.

Auch wenn noch drei Spiele zu absolvieren sind: Die Zeichen im Erzgebirge stehen auf Aufstieg. Nach der einjährigen Übergangszeit ist wieder Ruhe eingekehrt, Eskapaden wie an vielen anderen ostdeutschen Fussball-Standorten gibt es hier nicht.

Zum Abschluss noch ein Hinweis in eigener Sache: Am morgigen Montagabend wird Moritz die Zweitligapartie zwischen Energie Cottbus und Union Berlin livebloggen. Auch für den FC Erzgebirge Aue eine gute Gelegenheit, Gegnerbeobachtung für die nächste Saison zu betreiben.

Angriff der Killerveilchen

Posted by Moritz in : Nordostfussball , 1 comment so far

Jetzt zwei Spieltage vor Saisonschluss blasen sie nun endgültig zum großen Angriff auf die Zweite Bundesliga. Als souveräner Tabellenführer haben sie mit drei Spielen im Köcher sogar noch ein großes Ass im Ärmel, das ihnen sogar noch einen einmaligen Fehltritt ohne Konsequenzen erlaubt.

Doch soweit dürften sie es in ihrer aktuellen Form wahrscheinlich gar nicht mehr kommen lassen. Es ist wahrlich beeindruckend, wie sie inzwischen auch unbeeindruckt von der Tabellenführung einfach ihr Spiel durchziehen und sich dabei von nichts und niemanden stoppen lassen.

Rico Schmitt scheint so zu Saisonbeginn genau der richtige Mann als Nachfolger von Heiko Weber gewesen zu sein. Zwar dauerte es etwas bis die Mannschaft sich zusammenraufen konnte, aber nun zeigt sie ihre Geschlossenheit um so eindringlicher.

Das was in der Vorrunde zum Teil noch nicht in voller Perfektion gelang, führt durch das neue Selbstvertrauen inzwischen auch zum Ziel. So konnten sie es sich beispielsweise im jüngsten Spiel in Burghausen erlauben dem Kontrahenten größtenteils das Spiel zu überlassen, um in den entscheidenden Momenten selbst da zu sein. Vor einem halben Jahr scheiterte man zum Teil daran noch ein wenig unglücklich.

Inzwischen greift aber nahezu jeder Mannschaftsteil perfekt in den anderen, so dass die leidige Konkurrenz kaum noch einen Ansatzpunkt findet, die Auer zu knacken, während diese genüsslich und ohne Selbstzweifel ihre nötigen Tore schießen und die Kontrahenten nahezu chancenlos zurücklassen.

Das, was dabei herauskommt, ist dann die beste Rückrundenmannschaft die vorne und hinten jeweils mit der zweitbesten Torausbeute auf dem Treppchen landet. Durch diese beachtliche Leistung scheint es inzwischen fast nur noch wie eine pro forma zu erbringende Leistung den Aufstieg perfekt zu machen. Aber man sollte den Tag nicht vor dem Abend loben, wären die Auer nicht die ersten die den Aufstieg auf der Zielgeraden liegen gelassen haben.

Die erste Gelegenheit ihn nahezu perfekt zu machen, bietet sich dabei schon am kommenden Dienstag in besagtem Nachholspiel, dass den Vorsprung auf den Tabellenzweiten schon auf komfortable vier Punkte steigern könnte. So müssen die Spieler vom Aufstieg also nicht nur noch träumen. Inzwischen brauchen sie im Grunde nur noch zupacken, um ihn wahr werden zu lassen.

Überhaupt scheint sich die neue 3. Liga zu einem Erfolgsmodell für Mannschaften aus dem NOFV zu entwickeln. Im letzten Jahr stieg Union souverän auf und in der jüngsten Ausgabe sind die Veilchen nur noch zwei Mal  Daumen drücken davon entfernt es ihnen gleich zu tun.

Wenn sie dann in der kommenden Saison noch für ein ähnliches Furore wie die Berliner in der zweithöchsten Spielklasse sorgen, dürfte man sich spätesten dann eindrucksvoll nach einigen Jahren Bundesligaabstinenz wieder im Bewusstsein verankern. Ohnehin wäre es die Rückkehr einer durch und durch sympathischen Mannschaft und auch Sachsens auf die Landkarte der besten 36 Mannschaften Deutschlands.