Energie Cottbus

Lausitzer Pragmatismus

Posted by Moritz on Juli 10, 2011
Bundesliga, Nordostfussball / No Comments

Erfolg weckt Begehrlichkeiten. Nach dem sensationell verlaufenen Umschwung in Richtung Ausbildungsverein, den Pele Wollitz in der Lausitz einleitete, erfährt in diesem Sommer auch Energie Cottbus diesen Grundsatz.

Erfolg hatten sie in der vergangenen Saison nicht zu knapp. Energie stand im Pokalhalbfinale. In der Liga war man hinter der “Übermannschaft” aus Berlin die Torfabrik, bot seinen Besuchern spektakuläre Auftritte und spielte nebenbei trotz der zusätzlichen Belastung noch relativ lange um den Aufstieg mit.

All das rief potentere Vereine auf den Plan, die sirenengleich dem Herzstück der Mannschaft Avancen machten, die einfach zu gut waren. Petersen gab dem Werben der Bayern nach. Jula zog es nach Duisburg, wohin auch Shao entflog.

Es steht also ein Umbruch an dieser Tage. Während andernorts teure Umbrüche zu Saisonbeginn zum guten Ton gehören, sind in der Lausitz traditionell schwierig zu berwerkstelligen. Die Mittel für adäquaten Ersatz sind in der Lausitz immer noch dünn gesät. Daran ändert der ganze Erfolg in der letzten Saison nichts. Dementsprechend setzt man die Interessen auch eher auf künftiges Potenzial als auf aktuell große Namen.

Symptomatisch dafür stehen die Verpflichtungen von Problemvereinen wie Müller von Bielefeld oder Ludwig von den 60ern aus München. Beide erspielten sich in der vergangen Saison keine Bestnoten. Allerdings traut man ihnen zu, wenn sie schon nicht einschlagen, den Kader zumindest in der Breite zu erweitern. Ein weiterer Punkt, den Wollitz in der vergangenen Saison, bemängelte, da er in den entscheidenden Momenten mangels Verfügbarkeit kaum neue Impulse von außen setzen konnte.

Bekanntester Neuzugang dürfte ohnehin Dimitar Ragenlov sein. Schon einmal lief der Bulgare für Energie auf und stellt eigentlich ein Relikt aus alten osteuropäischen Zeiten dar. Als Hoffnungsträger, der die Ära Radu/Munteanu fortführen sollte, kam er einst und konnte nur halb überzeugen. Zuletzt war er in der Versenkung verschwunden und versucht nun neuerlich über Cottbus den Anschluss an erfolgreiche Zeiten.

Ein Reihe von Risiken also, die zugleich auch eine große Chance darstellen. Durch die Abkehr wird es möglich die Balance der Mannschaft wieder auf vernünftige Füße zu stellen. Zuweilen lebte die Mannschaft ihren offensiven Rausch zu sehr aus und vernachlässigte die defensive Kompaktheit. In der Folge summierten sich die Gegentreffer zu eigentlich abstiegsreifen 52 auf. Wer dafür einen Beleg braucht, sieht sich am Besten noch einmal Max gestrigen Stimmungstipp gegen die Schießbude der Liga an.

Angesichts dieser Schreckensbilanz erwägt sogar Offensiv-Fanatiker Wollitz einen zusätzlichen Defensivakteur im Mittelfeld, der hinten die Reihen besser aneinander kittet. Zu Zeiten, in denen das sehenswerte schnelle Spiel aus einer steinharten Defensive heraus, eines der erfolgsversprechenden Konzepte für den schmalen Geldbeutel darstellt, einfach unmodern. Die Gefahr zu einem Rückfall in düsterste Ekelzeiten steht unter Wollitz zumindest nicht zu erwarten.

Viel wird davon abhängen, ob er es schafft der neuen Mannschaft wieder den Geist einzuhauchen in der Lage ist, der es seit seinem Amtsantritt umwehte. Wenn hier nicht alle Rädchen ineinander greifen droht der Laden auseinander zu fliegen.Dies hat man auch in der Lausitz erkannt und stapelt eher tief. Obwohl das stringente Gesetz der Serie in diesem Jahr eigentlich einen Ligenwechsel vorsehen müsste – man wechselte seit der Wiedervereinigung alle drei Jahre die Klasse. Zu begrenzt sind die Mittel für einen vollumfänglichen Ersatz der abgeflossenen Qualität und zu groß sind die Unabwägbareiten, die bleiben. Das Saisonziel lautet schlicht Nichtabstieg. Ein unaufgeregtes und realistisch ambitioniertes Ziel. Alles weitere lässt man auf sich zukommen.

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Fussball ist hier

Posted by Max on Juli 09, 2011
Bundesliga, Nordostfussball / 1 Comment

In sechs Tagen geht es endlich wieder los! Die Zweite Bundesliga startet in die Saison 2011/2012 – und die Vorfreude bei mir ist ob der großartigen Besetzung mit den fünf ostdeutschen Teams aus Aue, Berlin, Dresden, Rostock und Cottbus extrem groß. Dazu warten weitere spannende Fragen auf ihre Beantwortung: Wie läuft es in Frankfurt mit Veh? Welchen Sprung macht 1860 mit seinem Investor? Sind die Fußstapfen für André Schubert bei St. Pauli zu groß?

Mangels Vergleichsmöglichkeiten möchte ich nicht unbedingt in die Lobeshymnen der “stärksten zweiten Liga der Welt” und ähnlichem einstimmen, aber alleine auf dem Papier wird das eine sehr attraktive, ansprechende Saison. Die das Niveau des sehr kurzweiligen Vorjahres bestimmt nochmal steigern kann. Zur Einstimmung habe ich mal einen Zusammenschnitt des unglaublichen 5:5 in Cottbus aus dem vergangenen September herausgekramt.

In den kommenden Tagen werden wir hier die Schlagzahl etwas erhöhen und uns ausführlicher mit den ostdeutschen Mannschaften aus der Zweiten Liga beschäftigen. Den Anfang macht morgen Moritz.

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Auf ins gelobte Land

Posted by Moritz on März 01, 2011
DFB-Pokal, Europa League / No Comments

Es stand bereits zur Auslosung fest – im diesjährigen Pokalfinale wird es wieder einen Zweitligisten geben. Heute Abend entscheiden Duisburg und Cottbus im Stechen über die David-Rolle für das Endspiel.

Lange her ist es her, dass ein unterklassiger Klub, zuletzt eine solche Chance hatte. Als kleines Schmankerl lockt vor allem auch bei einem passenden Ergebnis im zweiten Halbfinale die das gelobte Land des Fußballs – die Teilnahme am internationalen Geschäft. Kein alltäglicher Anreiz für einen “unterklassigen” Verein, was sich heute Abend hoffentlich in mutigen Spiel und nicht Versagensängsten auf dem Spielfeld ausdrückt.

Das letzte Team, dem dieses Kunststück gelang, war die Alemannia aus Aachen, die zugleich auch eben jenes Glück hatten sich trotz der Finalniederlage gegen Stevens Schalke für den Uefa-Pokal zu qualifizieren. Mit oben erhofftem Verhalten lag ihnen der Pokal damals so sehr, dass sie die Gruppenphase überstanden und bis ins Sechzehntelfinale vordrangen. Unvergesslich blieben vor allem die Spiele, die Alemannia Aachen im Uefa Pokal einem bescherte. Wer weiß, ob jemals ein Zweitligist weiter in die internationalen Weiten vorgedrungen ist, aber eine bessere Werbung für die “beste Zweite Liga der Welt” kann man sich gar nicht vorstellen.

Vor allem der Abend gegen den AZ Alkmaar damals im Rhein-Energiestadion im letztlich vergeblichen Duell ist noch im Gedächtnis. Es war ein typisches Spiel eines Underdogs im eigenen Stadion gegen einen Gegner, der sich darauf nur halbherzig vorbereitet zu haben schien. Die Alemannen gingen mit dermaßen viel Herzblut zur Sache, dass der Wille auch vor dem Fernseher förmlich spürbar wurde.

Eigentlich einer der Abende, an denen Geschichte geschrieben wird und Spieler sich unsterblich machen können. Erik Meijer brannte sich an diesem Abend mit einem Bärenpensum über die Stimme des Kommentators zumindest in mein Gedächtnis. Allein dieses vermaledeite Tor der Holländer blieb wie vernagelt. All die Energieleistung half nichts – im Rückspiel musste man sich nach einem fast ebenso engagiertem Spiel mit 2-1 geschlagen geben.

Einem Verein würde ich ein vergleichbares Kunststück an diesem Abend nicht nur aus lokaler Verbundenheit gönnen: Energie Cottbus. Was wurde über sie und ihre Spielweise vor einigen Jahren noch geschimpft und inzwischen sind sie eines der Offensivwunder der zweiten Liga. Zumal zuletzt der Bundesligaaufstieg in weite Ferne rückte, wäre das auch in der Anbetracht der positiven Veränderung, die Cottbus und seine Spielphilosophie unter Pele Wollitz durchgemacht hat, wäre das ein grandioses Schmankerl Europapokalnächte im so oft zitierten armen Fußballosten zu zelebrieren.

Doch bei so viel Träumerei gilt es zunächst einmal heute Abend den letzten Stein auf dem eigenen Weg beiseite zu räumen und auf ein passendes morgiges Ergebnis zu warten, bevor das Fell zerlegt wird. Also: Viel Erfolg, Cottbus!

Zum Schluss noch eine kurze Meldung in eigener und vollkommen anderer Sache. Auch wir haben vor uns ins gelobte Land des Fußballs aufzumachen!

Dorthin, wo der Fußball noch verlässlich und die Welt in Ordnung ist. Wenn Fußball irgendwo noch so gespielt wird, wie es unsere Großväter einst taten, dann ist es in Schottland, jener gallischen Enklave, in der nicht mit Fitnessbändern, Medizinbällen oder ähnlichem sondern mit Baumstämmen trainiert wird.

In Glasgow werden wir uns ein Bild jener Abwehrreihen machen, die Granit wie Wackelpudding erscheinen lassen und in der es noch echte Hinkel (-Steine) auf dem Feld gibt. Doch genug der Stereotype – hiermit verabschieden wir uns für eine Woche ins gelobte Land und wünschen eine allseits angenehme Zeit!

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Fussball mit Energie

Posted by Max on November 16, 2010
Bundesliga, Nordostfussball / 3 Comments

Seit dieser Saison ist München die östlichste Stadt in der Bundesliga. Mit dem Abstieg von Hertha BSC im Sommer verabschiedete sich auch der letzte Repräsentant aus diesen geografischen Gefilden in das Unterhaus. Doch zumindest mit der aktuellen Momentaufnahme der deutschen Profiligen könnte sich das ändern: Hertha und Aue auf den Aufstiegsrängen, Energie Cottbus in Schlagweite zu den begehrten Plätzen in der Zweiten Liga. Und das in der Bundesliga leidlich überrepräsentierte NRW stellt derzeit alle drei Teams auf den Abstiegsrängen in der Eliteklasse des deutschen Fussballs.

Immerhin sechs Jahre Bundesligaerfahrung kann mittlerweile Energie Cottbus vorweisen. Die Lausitzer sind seit jeher mit dem Handicap einer strukturschwachen Region belegt und hatten im Oberhaus nahezu immer den Ruf als “Ekel der Liga”. Destruktiver Fussball, und das ganz ohne einen Friedhelm Funkel auf der Trainerbank. Dort saßen zunächst mit dem cholerischen Eduard Geyer und anschließend dem ruhigen Gegenpol Petrik Sander zwei ostdeutsche Übungsleiter. Mit Geyer schaffte Energie erstmals den Sprung in die Bundesliga, sein Name war eng mit den Erfolgen der Ära Piplica/Miriuta verbunden. Sander führte die erfolgreiche Arbeit von Geyer anschließend fort. Doch was in all den Jahren verpasst wurde, war der Versuch eines Imagewechsels: Bis zum vergangenen Sommer war die Transferpolitik ziemlich einfallslos. Mittelmäßige, andernorts gescheiterte osteuropäische Spieler wurden verpflichtet. Vielleicht schlägt ja mal einer ein. So hat es einst beim Duo Munteanu/Radu geklappt, aber zu oft waren Nieten dabei. Letztendlich wurde mit Bojan Prasnikar sogar noch ein osteuropäischer Coach geholt. Als  mit ihm im Sommer 2009 der erneute Abstieg nicht verhindert werden konnte, setzte in Cottbus offensichtlich ein Umdenken ein.

Der FC Energie hat seit Jahren eine gute Nachwuchsarbeit, derer man sich bestimmt nicht schämen muss. Deshalb ist es für mich eigentlich seit Jahren unverständlich gewesen, warum sich die Lausitzer nicht schrittweise einen Imagewechsel in Richtung “Ausbildungsverein” geleistet haben. Stattdessen kam also vor knapp anderthalb Jahren der radikale Schnitt: Ein neuer, frischer Trainer. Claus-Dieter Wollitz, der Zweitliga-Klopp, überzeugte die Jahre davor durch seine unkonventionelle aber erfolgreiche Arbeit in Osnabrück. Ein emotionaler Typ – also wieder ein krasses Gegenteil zum ruhigen, nahezu unterkühlten Prasnikar. Damit einher ging aber auch die Orientierung weg ausschließlich vom osteuropäischen Spielermarkt. Zunächst gab es in der letzten Spielzeit zwar Anlaufschwierigkeiten, aber insgesamt bestreitet Energie den “neuen Weg” auffallend positiv.

Es war ja schon ein Aufschrei damals, als sich die Cottbusser “trauten”, erstmals in der Bundesliga ausschließlich Ausländer auf den Platz zu schicken. Klingt mittlerweile wie aus einer vergangenen Zeit. Man glaubt es kaum, aber am Wochenende beim 0:0 gegen 1860 München standen neun deutsche Spieler in der Anfangsformation von Wollitz. Mit Bittroff und Fandrich zwei Spieler aus dem eigenen Nachwuchsbereich. Mit Nils Petersen, 21 Jahre jung, der derzeit beste Torschütze der Zweiten Bundesliga, über den zuletzt (angeblich) auch der FC Bayern schon Erkundigungen eingeholt haben soll. In nur 16 Monaten hat es Wollitz geschafft, die strategische Stoßrichtung des Vereines komplett zu drehen. Energie steht weiterhin für Kampf und Leidenschaft, aber jetzt auch für ansehnliches Offensivspiel, Torgefahr, Dynamik, Jugend. Ich bin ehrlich: Keiner Mannschaft wünsche ich den Aufstieg so sehr wie Energie Cottbus. Und so dürfte es ja dann auch keine empörten kicker-Leserbriefe mehr geben, wo mit lautem Geschrei wegen destruktiver Spielweise und zu geringer Anzahl deutscher Akteure der Lizenzentzug für den Verein gefordert wird.

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2. BL: Energie Cottbus – Union Berlin

Posted by Moritz on April 26, 2010
Bundesliga, Nordostfussball / No Comments
  • 5:29 PM: Moritz Herzlich Willkommen zum Live-Blogging anlässlich der letzten Montagspartie der laufenden Saison in der Zweiten Bundesliga. Energie Cottbus empfängt Union Berlin. Obwohl ein Auf- auf einen Absteiger, die Hauptstadt auf die Provinz, trifft, klingt es nach Mittelmaß in der zweiten Liga. Nichtsdestotrotz ist es eines der wenigen hochklassigen Ostduelle, die der deutsche Fußball im Moment zu bieten hat. In diesem Sinne freue ich mich am heutigen Abend auf eine interessante Partie. Los gehen wird es um kurz vor Acht. Bis dahin wünsche ich noch einen angenehmen Nachmittag!
  • 7:45 PM: Moritz Die große Zeiger marschiert unaufhörlich der großen Acht entgegen und die Lage in Cottbus spitzt sich unaufhörlich in Richtung Anpfiff zu.
  • 7:47 PM: Moritz Wer möchte kann die Partie einen Abstiegsendspielgipfel nennen, denn noch sind beide zwar praktisch aber mathematisch noch nicht durch. Union reicht für die akademisch Lösung heute ein Punkt, während Cottbus dafür einen Sieg braucht.
  • 7:49 PM: Moritz Union konnte sich der größten Sorgen nach einer langen Durststrecke ausgerechnet im letzten Spiel gegen St. Pauli erwehren. Dass es doch so lange gedauert hatte, war nach dem überwältigend gutem Start in die Saison etwas überraschend, aber irgendwann ließ die Aufstiegseuphorie halt einfach nach.
  • 7:51 PM: Moritz Cottbus stieß aus der anderen Richtung in die Liga und hatte zwischenzeitlich einige Durchhänger, die an der Mannschaft und auch an Trainer Wollitz nicht ganz so spurlos vorüber gingen. Inzwischen ist aber dank des jüngsten Sprints, auch wenn dieser im letzten Spiel jäh gebremst wurde, wieder etwas mehr Ruhe in der Lausitz eingekehrt.
  • 7:54 PM: Moritz Nun die Mannschaft, die Gästetrainer Uwe Neuhaus auf den Rasen schicken wird:
  • 7:54 PM: Moritz Glinker – Bemben, Stuf, Göhlert, Rauw – Younga-Mouhani, Peitz – Mattuschka, Ede – Benyamina, Mosquera
  • 7:55 PM: Moritz Sowie die elf Mannen, denen Pele Wollitz zutraut, dagegenzuhalten:
  • 7:56 PM: Moritz Tremmel – Straith, Burca, Brzenska, Angelov – Kurth, Kruska – Shao, Rivic – Jula, Petersen
  • 7:57 PM: Moritz Soweit zu den Formalitäten, was jetzt noch fehlt, ist ein Ball und der Schiedsrichter, der ihn freigibt.
  • 8:02 PM: Moritz Anpfiff zu einer hoffentlich spannenden ersten Halbzeit!
  • 8:04 PM: Moritz Energie hat sich scheinbar richtig was vorgenommen. Gleich zu Beginn war Petersen etwas zu langsam um den Ball hereinzutreten.
  • 8:06 PM: Moritz TOOOR!!! 1-0 für Energie!
  • 8:07 PM: Moritz Schön herausgespieltes Tor: Shao gibt einen klasse Pass 1A auf den in der Rücken der Abwehr postierten Petersen, der nach einer Drehung ins Tor abzieht.
  • 8:11 PM: Moritz Trotz Übergewicht gehört die erste Ecke des Spiels Union. Das Resultat bleibt aber lieber unerwähnt.
  • 8:13 PM: Moritz Energie stellt die Defensivakteure der Gäste weiter vor einige Probleme
  • 8:14 PM: Moritz TOOOR!!! 2-0 für Energie!
  • 8:16 PM: Moritz Wahnsinn was Energie hier abzieht. Ein satter Pfostenschuss springt an Glinker zurück ins Feld und Petersen schaltet am schnellsten und bugsiert das Spielgerät ins Tor, bevor dessen Wart wieder stand…
  • 8:17 PM: Moritz Union bisher mit kaum Handlungsspielraum und ehe sie es sich versahen wurde das müde Abwehrverhalten eiskalt bestraft. Förmlich überrannt worden sie.
  • 8:19 PM: Moritz Jetzt darf auch mal Union aufs Tor schießen. Aber der Freistoß von Matuschka streicht wenig gefährlich an Tremmel und dem Tor vorbei.
  • 8:21 PM: Moritz Was für ein Strahl. Der Freistoß von Shao knallt an die Latte. Glinker im letzten Moment noch mit dem Millimeter Richtungsänderung, der Union vor einer Klatsche bewahrt, lange bevor der Zeiger einmal die Uhr umwandert hat.
  • 8:22 PM: Moritz Energie spielt wie aufgedreht. Scheinbar haben die freien Straftage ganze Wunder und Berge versetzt.
  • 8:25 PM: Moritz Obwohl Union etwas verängstigt und somit vorsichtig wirkt, tasten sie sich langsam etwas weiter voran. Zumindest konnten sie nun erstmal den Strafraum betreten.
  • 8:28 PM: Moritz Alle Achtung – sowas suchte man lange Jahre vergeblich in der Lausitz. Der Ball wird nicht nur schnell und direkt sondern auch sehenswert nach der Eroberung nach vorne gespielt, um dann sofort für Gefahr zu sorgen.
  • 8:30 PM: Moritz Matuschka nähert sich im zweiten Versuch dem ersten eisernen Tor: Seinen weiten Freistoß angelt Tremmel im letzten Moment aus dem rechten oberen Eck.
  • 8:30 PM: Moritz Aber insgesamt machen es die Berliner den Gastgebern aber auch etwas leicht. Nach den Ballverlusten sind sie zwar halbwegs schnell am Gegner, doch der spielt den Ball für sie dann viel zu schnell wieder weiter.
  • 8:35 PM: Moritz So hat Energie die energisch geführte Partie weiterhin gut im Griff und kann es sich auch mal erlauben die Sache etwas sachter anzugehen.
  • 8:36 PM: Moritz Um dann aber sofort wieder gefährlich da zu sein. Ein Pass durch die Nahtstelle der Verteidiger und Jula steht quasifrei vor dem Kasten. Glinker kann sich gerade noch schnell genug senken, um den Ball nicht durch die Beine zu bekommen.
  • 8:38 PM: Moritz TOOOR!!! – wie aus dem Nichts – 2-1
  • 8:39 PM: Moritz Nach einer Ecke – wie sonst – kam Peitz als erster am langen Pfosten an den Ball und Tremmel kann sich strecken wie er will; Der Ball ist drin.
  • 8:40 PM: Moritz Eine rasante Partie, die beide Teams hier abliefern. Union scheint von eigenen Deckungsproblemen unbeeindruckt nicht aufzustecken und spürt im Moment wohl sogar sowas wie Oberwasser.
  • 8:42 PM: Moritz Cottbus wirkt irgendwie vom Tor leicht übermannt und nicht mehr so sicher wie zuvor.
  • 8:42 PM: Moritz Und erneut gibt es einen Freistoß für Union. Aus aussichtsreicher Position
  • 8:43 PM: Moritz Ola. Wieder ein satter Schuss von Matuschka, der aber direkt in die ausgestrecken Arme von Tremmel fällt.
  • 8:46 PM: Moritz Kurz vor der Pause haben sich die Rollen hier in der Partie getauscht. Den Eisernen gelingt es nun die Cottbuser von ihrer Innenverteidung fernzuhalten und den Ball auch einmal in den eigenen Reihen zu halten.
  • 8:47 PM: Moritz Kleiner Running-Gag hier inzwischen ist die abfallende Beflockung der Berliner, die Buchstabe für Buchstabe verlieren…
  • 8:48 PM: Moritz Halbzeit 2-1
  • 8:49 PM: Moritz Eine rasante Partie nimmt sich eine kurze Auszeit. Zur Pause ein glückliches Ergebnis für Union, die nach 30 Minuten durchaus auch schon mit vier Toren hinten liegen könnten. Die Cottbusser gaben ihnen kaum die Luft zum Atmen.
  • 8:50 PM: Moritz Doch der überraschende Anschlusstreffer hohlte die Gäste zurück ins Spiel und sogar noch weiter, war der Spielfluss der Lausitzer gegen die neue Zuversicht verloren ging.
  • 8:51 PM: Moritz Insofern versprechen die zweiten 45 Minuten weiterhin beste Unterhaltung für einen Montagabend. In diesem Sinne – Gute Pause!
  • 9:04 PM: Moritz Anpfiff Legen die beiden Mannschaften noch einen drauf? Die zweite Halbzeit wird es zeigen!
  • 9:06 PM: Moritz Union wirkt noch einmal eine Spur wacher aus der Kabine zu kommen als sie hineingingen. Zumindest versuchen sie das Mittelfeld nun wesentlich schneller zu überbrücken.
  • 9:07 PM: Moritz Schrecksekunde für Glinker, der einen Rückpass auf Kniehöhe versucht mit der Brust anzunehmen. Das Gerät rutscht aber ab und trudelt vor dem Tor herum – zum Glück ohne Konsequenzen.
  • 9:09 PM: Moritz Sahin mal mit einem schnellen Versuch aus der Distanz nach einem leichten Ballverlust. Doch Tremmel ist noch wach.
  • 9:10 PM: Moritz Schnell geht es jetzt auf und ab.
  • 9:11 PM: Moritz Glinker wieder mit einer Showeinlage: Mit dem Rücken zum Spielfeld klärt er außerhalbe seines Strafraums einen langen Ball. Erinnert irgendwie an einen Seaman light.
  • 9:13 PM: Moritz Ganz verlernt hat Cottbus das Kontern aber noch nicht. Doch Jula verpasst die Flanke um Haaresbreite. Eigentlich ein fast sicheres Tor, wenn er den Ball ordentlich erwischt.
  • 9:15 PM: Moritz Die Torraumszenen nehmen wieder zu. Glinker klärt nach einem Freistoßpass hervorragend vor dem vogelfreien Shao.
  • 9:16 PM: Moritz Tremmel übrigens im strömenden Regen von Cottbus immer wieder mit einer eindrucksvoll bängstigenden Mimik vor Standards der Gäste.
  • 9:16 PM: Moritz TOOOR!!! 3-1 Jula!
  • 9:18 PM: Moritz Der heute wunderbar wirbelnde Rivic gibt den Ball auf Petersen, der sich aus dem Lauf wunderbar freispielt und im Schuss noch an Glinker scheitert. Doch Jula staubt kurz vor dem Toraus doch noch ab.
  • 9:20 PM: Moritz TOOOR!!! 4-1 Energie Pur
  • 9:21 PM: Moritz Was für eine Spiel und Konterfreude bei Cottbus. Gegen nun hochaufgerückte Berliner passt Shao perfekt auf Rivic, der nun auch sein Tor erzielen darf und Glinker keine Chance lässt.
  • 9:22 PM: Moritz Wie die erste so beginnt auch die zweite Halbzeit. Hellwache Cottbusser kaufen den Gästen, die nun vielleicht zu viel wollten, wieder schnell den Schneid ab.
  • 9:25 PM: Moritz Die Eisernen wirken angesichts der Angriffslust der Lausitzer etwas konsterniert. Aber was ist das, was Energie hier abzieht – die scheinen immer noch nicht genug zu haben.
  • 9:26 PM: Moritz Ola, Shao flankt vom Toraus über Glinker hinweg – aber auch zu hoch für Jula um aus Nahdistanz den Ball über die Linie zu drücken.
  • 9:26 PM: Moritz Müßig zu erwähnen, dass die Stimmung trotz Regen fast am Überkochen ist. Aber auch die Eisernen machen weiter Dampf.
  • 9:30 PM: Moritz Cottbus mit Forechecking an der gegnerischen Grundlinie. Die wollen sich gar nicht erst noch einmal ein Gegentor einfangen.
  • 9:32 PM: Moritz Es ist aber auch erschreckend wie viel Platz ihnen die Gäste lassen, den Ball anzunehmen, ein Paar Schritte zu gehen und weiter zu spielen. Erst wenige Meter vor dem Strafraum werden die Maschen dann mal enger.
  • 9:35 PM: Moritz Das erste rüdere Foul von Peitz wird prompt mit Gelb bestraft. Zwar nicht die erste Karte aber sicher die berechtigste bisher.
  • 9:37 PM: Moritz Der für Shao eingewechselte Miatke scheint sich wirklich präsentieren zu wollen. Zündet mal eben den Turbo, um zwei Schwarze wortwörtlich zu überrennen.
  • 9:39 PM: Moritz Wieder einmal Petersen! Eine Erdbeereisflanke mit Sahne, direkt auf seinen Kopf. Doch quasi freistehend köpft er am langen Pfosten vorbei.
  • 9:43 PM: Moritz Der Triumphator von Cottbus – zumindest am heutigen Abend – darf den Rasen verlassen. Unter tosendem Beifall geht Petersen für Radu.
  • 9:45 PM: Moritz Elfmeter? Elfmeter! Still und leise für Union.
  • 9:45 PM: Moritz TOOOR!!! 4-2
  • 9:46 PM: Moritz Matuschka macht ihn routiniert. Mehr als etwas Schminke dürfte dieses Tor aber nicht hergeben.
  • 9:47 PM: Moritz Der Elfmeter kam dazwischen, aber inzwischen scheinen sich beide Teams mit Ergebnis mehr oder weniger anzufreunden.
  • 9:49 PM: Moritz Zum Abchluss packt Miatke noch einmal den Hammer aus. Doch Glinker ist noch auf dem Platz und hat etwas dagegen.
  • 9:50 PM: Moritz Abpfiff 4-2 – Aytekin beendet die sehenswerte Partie!
  • 9:51 PM: Moritz Somit ist es nun auch nach allen Gesetzen der Mathematik endgültig. Energie spielt wohlverdient auch im nächsten Jahr zweite Bundesliga. Union muss sich noch auf die Vernunft verlassen.
  • 9:52 PM: Moritz Vollkommen verdient gewinnt Cottbus das Duell und hätte sogar noch das eine oder andere Tor mehr erzielen können. Locker flockig spielten sie zu Beginn der Halbzeiten den Kontrahenten schwindelig.
  • 9:53 PM: Moritz Union konnte nur nach dem Anschluss in der ersten Halbzeit gegenhalten, war vielleicht sogar am Ausgleich dran. Doch die Dynamik, die Energie aus der Kabine mitbrachte, ließ diese Hoffnung nicht lange lodern.
  • 9:54 PM: Moritz Ein wahrlich schönes Torfestival, dass man sich in der Lausitz in den vergangenen Jahren sicher öfter einmal gewünscht hätte.
  • 9:54 PM: Moritz In diesem Sinne wünsche ich noch eine angenehme Montagnacht und bedanke mich bei alle Lesern. Viele Grüße vom Bodensee!

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