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Montags in Liga Zwei 13. Dezember 2009

Posted by Moritz in : Bundesliga, Nordostfussball , trackback

Es ist ein schwieriger Winteranfang für Hansa Rostock und Energie Cottbus. Beide liegen unter ihren Erwartungen zurück. Während die einen mindestens einen entspannten Mittelfeldplatz zu besetzen suchten, schwebte Energie eine gute Rolle im Wettbewerb um den Aufstieg vor.

Gelandet sind sie beide eine Etage tiefer. Die Cottbuser marschieren irgendwie im Niemandsland der Tabelle umher, während Rostock mit Netz aber ohne doppelten Boden stets am Rande der Abstiegszone balanciert.

Dabei hat die Saison sowohl in Cottbus als auch in Rostock nach den (Fast-)Abstiegen jeweils ein Umbruch stattgefunden. Doch angesichts weniger prall gefüllter Kassen darf man nicht allzu überrascht sein, wenn sich die Erfolge erst nach einiger Zeit zeigen.

Eine Erfahrung die im Moment auch Wollitz in der Lausitz machen muss. Das Image, das sich Energie aufgebaut hatte, ins Gegenteil zu kehren. Er befindet sich dabei zweifellos auf einem guten Weg. Hat er doch schon einer ganzen Bande von Jungspunden zu Einsätzen im roten Dress verholfen. Auch hat sich offensiv bei Energie einiges getan, schaffen sie es doch jetzt zumeist in Führung zu gehen. Außerdem sind sie bisher in nur einem Spiel ohne eigenen Treffer geblieben.

Doch anstatt darauf aufzubauen fängt sich die Mannschaft noch zu oft Treffer ein anstatt die Führung in trockene Tücher zu bringen. Resultierend daraus darf das Team auf gerade einmal fünf Erfolge blicken. Grundlage für den Löwenanteil davon war der Antrieb des eigenen Publikums, während auswärts einzig gegen Abstiegskandidat Koblenz ein Dreier stand. Den eigenen Zielen mag das zwar noch nicht so ganz entsprechen, doch im erzwungenen Mittelmaß lässt es sich immerhin in Ruhe und ohne allzu großen Druck von oben oder unten am nächsten Erfolg basteln.

Mittelmaß versprüht im Moment eigentlich auch Hansa Rostock. Endlich wieder, müsste man nach zwei Jahren des Abstiegskampfes meinen. Doch obwohl einen vom morgigen Kontrahenten nur ein Punkt trennen, will so richtige Erleichterung nicht aufkommen. Subjektiv wirkt das Gebilde doch noch zu fragil und der Blick auf die Tabelle verrät auch warum. Zwar klafft hinter einem gewisser Sicherheitsabstand zu den Abstiegsrängen, doch wäre man im Zweifel das erste Team das im Moment hinunter rutschen würde.

Zuletzt besaß man das Glück, dass man, sobald sich die letzten drei zu sehr näherten, man schnell sechs Punkte nachlegen konnte. Letztendlich stagnierte man aber auf diesem Niveau und balanciert gewissermaßen auf der Rasierklinge. Der größte Mangel, der einem nachts ein sichereres Gefühl verwehrt, dürfte der eigene Angriff und die eigene Chancenverwertung sein.

Denn die meisten Spiele, die sie verloren, gingen nur knapp an den Gegner. Überhaupt “gönnt” sich die Hopp-oder-Topp-Mannschaft einen der schwächsten Angriffe der Liga. Kein einziger Akteur hat bisher mehr als dreimal treffen können – und das nach bereits 15 Spieltagen.

Angesichts der vorhanden Unzufriedenheit laufen die Planungen für die Rückrunde bei beiden Vereinen schon fast auf Hochtouren. Einige wenige günstige neue Spieler sollen in der zweiten Saisonhälfte sowohl Cottbus als auch Rostock zu mehr Erfolg verhelfen. Während in Rostock so schon Spieler getestet werden, möchte man in der Lausitz allerdings noch auf den Abschied des einen oder anderen warten, bevor man selbst tätig wird.

Doch bevor es soweit ist steht noch das morgige Montagsspiel der zweiten Liga an. Es dürfte nicht nur ein Stimmungsmesser für die aktuelle Situation werden, sondern vielmehr auch ein Fingerzeig, ob es in der Rückrunde noch einmal einen Ausflug weiter nach oben geben wird.

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