Marco Reus auf Asche

Posted by Max on Januar 07, 2015
Dritte Halbzeit, Medien

Ich kann nicht behaupten, ein Anhänger der Amateurfußball-Kultur zu sein. Natürlich gibt es auch in Leipzig klassische Bolzplätze und Spielbetrieb bis in die 12. Liga (wo der 1. FC Lokomotive Leipzig mit mehr als 12.000 Zuschauern einen Rekord hält, aber das war eine einmalige Aktion und noch dazu im WM-Stadion), aber auf diesen war und bin ich nicht zu Hause. Meine eigene, bescheidene Spielerkarriere ging über die B-Jugend nie hinaus.

Trotzdem habe ich den Beitrag von Lucas Vogelsang in der ZEIT (erschienen vor Weihnachten, seit gestern auch online verfügbar) sehr gerne gelesen. Vogelsang berichtet ausführlich aus der Kreisliga Bottrop, wo viele Spiele auf Asche stattfinden. Ein weiteres Fußballphänomen, das mir außer handverlesenen Kindheitserlebnissen mit diversen Schürfwunden weitgehend fremd ist. Auch wenn die Reportage nur einen mikroskopischen Ausschnitt der Fußballwelt beleuchtet, lohnt sich das lesen. Alleine deshalb, weil es mal nicht um Schiedsrichter aus den Amateurklassen in Todesangst geht.

Und, weil Vogelsang einen schönen Einblick in die Gedankenwelt der Kreisliga-Kicker liefert. Mein Lieblingszitat eines Amateurspielers:

Es gibt kein geileres Gefühl auf der Welt, als einem 21-Jährigen mit Marco-Reus-Frisur und Unterarm-Tattoo den Ball durch die Beine zu schieben.

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