jump to navigation

U19-EM: Starker Auftakt 20. Juli 2014

Posted by Max in : Fussball International , trackback

Klar, Weltmeister sein ist schön. Aber damit sollte man sich nicht zufrieden geben, schließlich will man diese Glücksgefühle irgendwann wieder erleben. Und dann wird es auf unseren DFB-Nachwuchs ankommen. Ein guter Grund also, um einen etwas intensiveren Blick auf die gestern gestartete U19-Europameisterschaft zu werfen. Erstmals seit dem Titelgewinn 2008 hat sich die deutsche Auswahl wieder qualifizierte. Es war offenbar kein schlechtes Omen, dass die Nachwuchsspieler noch mit dem alten Drei-Sterne-Trikot auflaufen mussten: Gegen Bulgarien gab es ein ungefährdetes 3:0 zum Auftakt. Der Sieg gelang, obwohl wie bei fast jedem Jugendturnier oberhalb der U17 einige wichtige Spieler fehlten. Timo Werner (Stuttgart), Serge Gnabry (Arsenal), Niklas Süle (Hoffenheim) sowie Leon Goretzka und Max Meyer (beide Schalke) erhielten keine Freigabe für das Turnier, die Leverkusener Julian Brandt und Levin Öztunali (a.k.a. Seeler-Enkel) stoßen erst für das zweite Spiel zur Mannschaft.

Dennoch präsentierte sich das Team um Kapitän Niklas Stark (1. FC Nürnberg) als geschlossene, spielstarke Einheit. Zu behaupten, die Mannschaft wäre von Beginn an die spielbestimmende Mannschaft gewesen, ist sogar noch deutlich untertrieben. Denn es dauerte genau 54 Sekunden, bis der Bremer Davie Selke – bereits in der Qualifikation mit fünf Treffern – den bulgarischen Schlussmann das erste Mal überwinden konnte. Vorausgegangen war eine tolle Aktion vom rechten Flügelspieler Benjamin Trümner (TSG Hoffenheim), der seinen Gegenspieler überlaufen konnte und dann die zielgenaue Flanke auf Selke zu dessen einschlagender Volleyabnahme schlug. Immer wieder agierten die Deutschen über Trümners rechte Seite, die Bulgaren waren mit dessen Schnelligkeit hoffnungslos überfordert. Der zweite Treffer von Hertha-Verteidiger Anthony Syhre resultierte aus einem Eckball. Also auch der Nachwuchs kann Standardsituationen.

Auch nach dem Seitenwechsel enttäuschten die Bulgaren, die sich eigentlich über ihr starkes Kollektiv definieren wollten, auf der ganzen Linie. Das Tor vom Aalener Oliver Schnitzler war zu keiner Phase des Spiels ernsthaft gefährdet. Vielmehr kann man der DFB-Elf eine hohe Souveränität bescheinigen, wie sie die Partie über die Zeit brachte. Nach einer starken Kombination wurde nach 56 Minuten durch Davie Selke mit seinem zweiten Tor der Endstand hergestellt. So konnte Marcus Sorg später noch den Reservisten Einsatzzeiten geben, lediglich Ersatztorwart Gersbeck und der Leipziger Joshua Kimmich blieben auf der Bank.

Das junge DFB-Team hat gezeigt, dass es seine Pflichtaufgaben souverän erledigen kann. Mit Titelverteidiger Serbien, immerhin noch mit fünf Akteuren vom Sieg 2013 im Kader, kommt es am Dienstag zu einer Begegnung vom anderen Kaliber. Spannend wird sein, ob Sorg sein gut funktionierendes Team verändert und die Neuankömmlinge Brandt und Öztunali integriert – oder ob sich diese zunächst mit der Rolle als Ersatzspieler begnügen müssen.

Kommentare»

1. Johna394 - 13. August 2014

Good day! I know this is kind of off topic but I was wondering if you knew where I could find a captcha plugin for my comment form? I’m using the same blog platform as yours and I’m having problems finding one? Thanks a lot! eeddfffebgce