Imagearbeit 6. Januar 2013
Posted by Moritz in : Bundesliga , trackbackEs stagniert im Hause 1860. Trotz einiger Personalaufstockungen zu Saisonbeginn wurde der Trainer zum Endspurt der Hinrunde ausgetauscht. Der neue, Schmidt, baute die Mannschaft um. Zog junge Spieler seiner zweiten Mannschaft hoch. Den Ergebnissen tat der neue Schwung nur bedingt gut und schied trotz einer Fahrt ins warme Italien aus dem DFB-Pokal aus. Immerhin ist der Anschluss nach oben trotz allem nicht weg und auch finanziell steht man fast wieder auf stabilem Boden.
Und doch allem ist die Unruhe aus dem Verein nicht wegzudenken. Trotz klarer Festlegung an der Zukunft von zunächst Interimstrainer Schmidt erst über Neujahr zu enscheiden, sorgte ein Eriksson auf der Tribüne mehrfach für Irriationen. Im noch jungen Jahr sorgte er mit einem Rundum-Schlag gegen den Vereinspräsidenten für Schlagzeilen.
Gleichzeitig wird er nicht müde zu betonen, was der Verein ihm zu verdanken habe: Monatlich hätten vor gut zwei Jahren die Lichter ausgehen können. Doch dann fand sich in ihm ein Investor und rettete den Verein. Kein Scheich zwar, aber er ließ schon damals nichts gutes erahnen. Gegenwärtig sind noch seine ersten Worte im Premiere-Interview, die er ins Mikrofon bellte. Der Übersetzer gab sich alle Mühe diese in ein “Ich freue mich hier zu sein” zu strecken.
Die Spannungen der folgenden Zeit gaben dem Recht. Immer wieder arbeitet er am Image des ungeduldigen Invesotrs. Er sähe die kleinen Münchener lieber schon gestern als morgen in der Bundesliga. Spricht jedes Mal davon, dass nur wegen ihm überhaupt noch Lichter brennen und er den Verein jederzeit mit Geld überhäufen könnte, um per Hauruckverfahren den Aufstieg zu schaffen.
Erstaunt stellt man dann fest, dass der Investor bisher weniger als 30 Millionen zugeschossen hat. Eine für Investoren wohl eher bescheidene Summe. Es spricht aber für den Vorstand, dass er sich nicht auf diese waghalsigen Projekte eingelassen hat und einlässt. Hohe Schuldenberge hatte der Verein bereits einmal und ist in dieser Hinsicht ein gebranntes Kind. Geduld musste man dort auf die harte Tour lernen und fährt damit nicht einmal schlecht.
In der zweiten Liga spielen sie stets in der oberen Hälfte mit. Falls ihnen kein Sprung in der sportlichen Entwicklung dazwischen kommt, könnten mittelfristig die vakante Fürther Rolle übernehmen bis sie wieder zu Ambitionierterem ansetzen.
Selbst wenn er sich mehr Dankbarkeit erwartet, sollte Ismaik wohl eher den konstruktiven Weg wählen. Seine notorische Ungeduld und Kommunikationsschwäche schadet nicht nur seinem Ansehen. Zumal sich 1860 dank 50+1 nicht tatenlos seinem Investor beugen muss. Im Gegenteil man hat sich inzwischen schon so weit konsolidiert, dass man finanziell nicht mehr vollkommen vom mürrischen Jordanier abhängt. Mehr als heiße Luft und morgendliche Störfeuer in der Presse kamen von seiner Seite bisher auch noch nicht. Der angekündigte heiße Tanz für morgen dürfte angesichts der Tatsachen wohl eher begrenzt ausfallen.
Alles in allem scheint der Verein an der Grünwälder Straße aber auf einem guten Weg zu sein. Selbst Eriksson bestätigte dem Team einen guten Spielstil. Im Winter soll im Sturm noch einmal nachgelegt werden, um die Abhängigkeit von Lauth zu verringern. Es dürfte so nur noch eine Frage der Zeit zu sein, bis der nächste Schritt folgt.


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[...] Abenteuer Fußball nimmt die derzeitige Situation beim Zweitligisten 1860 München unter Investor Ismaik auseinander. Selbst wenn er sich mehr Dankbarkeit erwartet, sollte Ismaik wohl eher den konstruktiven Weg wählen. Seine notorische Ungeduld und Kommunikationsschwäche schadet nicht nur seinem Ansehen. Zumal sich 1860 dank 50+1 nicht tatenlos seinem Investor beugen muss. Im Gegenteil man hat sich inzwischen schon so weit konsolidiert, dass man finanziell nicht mehr vollkommen vom mürrischen Jordanier abhängt. Mehr als heiße Luft und morgendliche Störfeuer in der Presse kamen von seiner Seite bisher auch noch nicht. Der angekündigte heiße Tanz für morgen dürfte angesichts der Tatsachen wohl eher begrenzt ausfallen. [...]