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	<title>Abenteuer Fußball</title>
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	<description>Fußball von der Oberliga bis zur Weltmeisterschaft</description>
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		<title>Trainer-Philosophie</title>
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		<pubDate>Mon, 20 May 2013 10:27:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Max</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mit einem dramatischen Finish hat die Bundesliga ihre 50. Saison beendet. Plötzlich ist Fortuna Düsseldorf abgestiegen, Augsburg schafft nach katastrophaler Vorrunde noch den Komplett-Turnaround und Hoffenheim darf in der Relegation doch noch auf den Klassenerhalt hoffen. Der Abstiegskampf im Frühjahr 2013 war aber auch das Aufeinandertreffen verschiedener Philosophien rund um die Trainer, wer wie lange [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Mit einem dramatischen Finish hat die Bundesliga ihre 50. Saison beendet. Plötzlich ist Fortuna Düsseldorf abgestiegen, Augsburg schafft nach katastrophaler Vorrunde noch den Komplett-Turnaround und Hoffenheim darf in der Relegation doch noch auf den Klassenerhalt hoffen. Der Abstiegskampf im Frühjahr 2013 war aber auch das Aufeinandertreffen verschiedener Philosophien rund um die Trainer, wer wie lange seinem Übungsleiter in einer enormen Drucksituation die Treue hält. Drei Vereine, drei Entscheidungen, drei Ergebnisse.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>FC Augsburg<br />
</strong>Es war schon ein großes Risiko der FCA-Verantwortlichen, nach dem Abgang von Jos Luhukay mit Markus Weinzierl einen Trainer zu verpflichten, der bis dato ausschließlich auf Erfahrung als Coach in der Dritten Liga verweisen konnte. Klar, Weinzierl war gerade mit Jahn Regensburg aufgestiegen, doch der Sprung in die höchste Spielklasse kam dann doch überraschend. Lange wirkte es in Augsburg so, als sei Weinzierl ein ähnliches Missverständnis, wie es ein Jahr zuvor der SC Freiburg mit Marcus Sorg erlebte: Kompetenter Trainer, aber zu unerfahren und ruhig für die Bundesliga. Doch die Augsburger gingen einen anderen Weg: Veränderungen in der Führungsebene wurden lediglich auf der Position des Sportdirektors vorgenommen &#8211; hier wurde nämlich nach Andreas Rettigs Wechsel zur DFL eine große Lücke gerissen. Wo andere Vereine nach der desaströsen Hinserie (9 Punkte, punktgleich Tabellenletzter mit Greuther Fürth) einen Trainerwechsel forciert hätten, verpflichtete der FC Augsburg lieber mit Stefan Reuter einen erfahrenen Sportdirektor. Das brachte Ruhe, Reuter stärkte Weinzierl den Rücken, es gab ein paar dezente aber wichtige Kaderkorrekturen. Mit dem Klassenerhalt am letzten Spieltag gab es in letzter Sekunde dann die volle Belohnung für die Treue zum Trainer. Wie bereits im Jahr zuvor hat sich Kontinuität durchgesetzt.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>TSG Hoffenheim<br />
</strong>Ganz anders die Hoffenheimer. Der Klub war nach dem Abgang von Mastermind Ralf Rangnick nicht zur Ruhe gekommen, weder Marco Pezzaiouli noch Holger Stanislawski noch Markus Babbel konnten alte Erfolge zurückkehren lassen. Vom ruhigen über den emotionalen bis zum mürrischen Typen hat die TSG alles ausprobiert. Anscheinend lag der Fehler aber eher in der Grundausrichtung der Mannschaft. Zu viele verschiedene Spielertypen, die nicht zusammenpassten. Die vorhandenen Transfermillionen konnten nicht gewinnbringend eingesetzt werden. Babbel wurde im Herbst schnell geschasst, hinterließ wie schon ein Jahr zuvor in Berlin den Eindruck, ein schwer umgänglicher Typ zu sein. Die folgenden Kurzzeit-Intermezzos von Frank Kramer und Marco Kurz waren kein Ruhmesblatt für Neu-Manager Andreas Müller, doch mit Markus Gisdol hat er kurz vor knapp doch noch einen Glücksgriff gelandet. Zurück in die Zukunft lautet jetzt wohl das Motto im Kraichgau, Gisdol setzte im Saisonendspurt kontinuierlich auf junge Spieler, hatte keine Hemmungen, selbst im Entscheidungsspiel vom Samstag gegen Dortmund Debütanten zu bringen. Dieser krasse Weg und Philosophiewandel in Hoffenheim hat zumindest kurzfristig Erfolg gebracht &#8211; man muss die Dinge sicher nach der Relegation erneut bewerten.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Fortuna Düsseldorf<br />
</strong>Der Düsseldorfer Weg stellte sich im Saisonendspurt als der Falsche heraus: Nach 34 Spieltagen muss man wohl festhalten, dass ein neuer Impuls von der Trainerbank vielleicht der bessere Weg gewesen wäre. Stark waren die Rheinländer in die Saison gestartet, am Ende wurde die Spielzeit zum Desaster. Die sofortige Rückkehr in die 2. Bundesliga. Nur neun Punkte in der Rückrunde bedeuten exakt die gleiche Ausbeute wie Augsburg in den ersten 17 Spielen &#8211; doch die Hinserie der Fortuna war etwas schwächer als der Endspurt der Schwaben. Die Verantwortlichen in Düsseldorf standen im Verlauf der Saison vor schwierigen Entscheidungen. Sehr gut gestartet nach 15 Jahren Abstinenz im Oberhaus, später mit einigen Rückschlägen, wurde es erst in den letzten Wochen so richtig dramatisch. Obwohl selbst die Spieler immer wieder vor der Absturzgefahr warnten, hat das scheinbar komfortable Punktepolster wohl doch geblendet. Weiterhin fällt es sicher nicht so leicht, sich vom Erfolgstrainer der letzten fünf Jahre zu trennen. Schließlich war die Ehe Meier-Düsseldorf zuvor ausschließlich eine Erfolgsgeschichte, der etwas eigenwillige Coach führte den Verein aus der Dritten Liga bis in die Bundesliga. Am Ende schien er mit seinem Latein jedoch am Ende, es gab keinen frischen Wind mehr. So ehrbar das Festhalten an Meier war &#8211; in Düsseldorf vielleicht der falsche Weg. Aber wie soll man das richtig entscheiden? Es hätte auch enden können wie einst mit Daum in Frankfurt.<strong><br />
</strong></p>
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		<title>Auf dem Weg nach Berlin</title>
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		<pubDate>Thu, 16 May 2013 15:20:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Max</dc:creator>
				<category><![CDATA[Nordostfussball]]></category>
		<category><![CDATA[Chemnitzer FC]]></category>
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		<description><![CDATA[&#8220;Berlin, Berlin &#8211; wir fahren nach Berlin!&#8221; Natürlich durfte auch dieser Schlachtruf am gestrigen Abend nicht fehlen. Das ist ja bekanntlich ein Running Gag in den regionalen Pokalwettbewerben, der selbst bei Bezirksligisten gebracht wird, wenn man in der ersten Runde gegen einen anderen Bezirksligisten eine Runde weiter gekommen ist. Etwas ernsthafter, wenn auch nicht minder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">&#8220;Berlin, Berlin &#8211; wir fahren nach Berlin!&#8221; Natürlich durfte auch dieser Schlachtruf am gestrigen Abend nicht fehlen. Das ist ja bekanntlich ein Running Gag in den regionalen Pokalwettbewerben, der selbst bei Bezirksligisten gebracht wird, wenn man in der ersten Runde gegen einen anderen Bezirksligisten eine Runde weiter gekommen ist. Etwas ernsthafter, wenn auch nicht minder unrealistisch sind nun die Hoffnung des Leipziger Publikums nach dem gestrigen furiosen 4:2-Pokalsieg gegen den Chemnitzer FC. Mit diesem Erfolg qualifizierten sich die Roten Bullen zum zweiten Mal nach 2011 nun auch für den DFB-Pokal. Damals reichte es sogar zum Erstrundensieg gegen den VfL Wolfsburg, danach scheiterte man am FC Augsburg. Wie auch schon vor zwei Jahren hieß der Gegner vom RB Leipzig im Finale des Sachsenpokals Chemnitzer FC. Nach zuletzt vielen zähen Spielen gegen hoffnungslos unterlegene, gnadenlos defensiv eingestellte Gegner endlich mal wieder ein Kontrahent auf Augenhöhe.</p>
<p style="text-align: justify;">Natürlich wollten beide Mannschaften den Pokal gewinnen, um vielleicht Anfang der nächsten Saison gleich einen großen Namen als Gegner für die erste DFB-Pokal-Runde zu bekommen. Doch der Leidensdruck für die Leipziger dürfte etwas höher gewesen sein: Natürlich ist das Engagement von Sponsor Red Bull in Leipzig auf schnelle sportliche Erfolge ausgelegt. Und nach nun schon zwei ungeplanten Ehrenrunden in der Regionalliga ist der schnellste Weg, bundesweite Aufmerksamkeit zu erlangen, der DFB-Pokal. Man bekam ja in der vorletzten Spielzeit schon einen Vorgeschmack darauf, was bei großen Spielen in Leipzig alles möglich ist.</p>
<p style="text-align: justify;">Apropos großes Spiel: Das war das Pokalfinale 2013 durchaus. Zwei Mannschaften mit viel Leidenschaft und hohem Einsatz schenkten sich von der ersten Minute keinen Zentimeter. Schon nach drei Minuten war mehr Tempo und Aktion im Spiel als in der gesamten Partie gegen den 1. FC Lok eine Woche zuvor. RB begann dynamisch und versuchte sofort, auf das Führungstor zu drängen &#8211; nur es traf der Chemnitzer FC, bereits in der 6. Minute. Doch der weitere Spielverlauf zeigte ein völlig neues Bild der RB-Mannschaft. Bei allem Respekt vor den bisher gezeigten Leistungen und den ehrenwerten Spielern: So viel Leidenschaft hatte man den oft als Söldner bezeichneten Kickern kaum zugetraut. Trotz zweier Gegentore zu sogenannten psychologisch ungünstigen Zeitpunkten hat man nie aufgesteckt und das Spiel noch gedreht. 1:2 lag RB zur Halbzeit zurück.</p>
<p style="text-align: justify;">Es war eine Partie mit offenem Visier von beiden Seiten. Sechs Tore konnten in diesem Finale aber auch nur fallen, weil die Abwehrreihen teilweise große Schwächen offenbarten. Wie schon beim Stadtderby zeigte sich außerdem die Tendenz, das Mittelfeld teilweise komplett außen vor zu lassen, was bei den zahlreichen Fehlern der Mittelfeldakteure im Spielaufbau aber auch nur Selbstschutz der Mannschaft sein kann. Die entscheidende Szene trug sich Mitte der zweiten Halbzeit zu, als RB beim Stand von immer noch 2:1 für Chemnitz einen Ball im letzten Moment von der Linie kratzte. Nach vertagter Vorentscheidung drängte RB immer weiter und drehte die Partie. Das Highlight markierte dabei das äußerst sehenswerte, wenn auch sehr kuriose 3:2 von Timo Röttger.</p>
<p style="text-align: justify;">Am Ende steht ein verdienter Pokalsieg für RB Leipzig. Die Roten Bullen präsentierten sich auf Augenhöhe mit dem klassenhöheren Chemnitzer FC, besiegten diesen durch ein hohes Maß an Leidenschaft und Einsatz. Höhere Spielanteile und leichtes Chancenplus gaben den entscheidenden Ausschlag. Und Chemnitz? Vielleicht ergibt sich ja doch noch eine Chance zur Teilnahme im DFB-Pokal. Offenbar ist sich der Verband noch nicht sicher, wie man den freien Pokalplatz nach dem endgültigen Ausschluss von Dynamo Dresden vergeben will. Der DFB hat <a href="http://www.mdr.de/sport/fussball_3l/dfb-pokal-platz100.html" target="_blank">laut MDR</a> eine klare Regelung, es gibt aber wohl intern noch unterschiedliche Meinungen. Die Tendenz geht aber wohl eher dahin, dass Chemnitz nächste Saison nicht dabei ist.</p>
<p style="text-align: justify;">Zum Schluss noch ein paar Worte zur Pokalstimmung im Stadion. Mit knapp 17.000 Zuschauern gab es diesmal etwas weniger Besucher als vor einer Woche zum Derby. Die Atmosphäre war jedoch einmal mehr sehr überzeugend, von beiden Seiten. Aber auch die Begeisterungsfähigkeit der RB-Anhänger. Das fühlt sich nicht so künstlich an wie etwa in Hoffenheim. Leipzig lechzt nach erfolgreichem Fussball abseits regionaler Untiefen und das ist auch gut so!</p>
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		<title>Stadtderby II</title>
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		<pubDate>Thu, 09 May 2013 09:58:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Max</dc:creator>
				<category><![CDATA[Nordostfussball]]></category>
		<category><![CDATA[Lokomotive Leipzig]]></category>
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		<description><![CDATA[Gestern war es endlich so weit: Das Rückspiel vom Leipziger Stadtderby (Hinspiel 3:1 für RBL) zwischen den Roten Bullen (aka Rasenballsport oder politisch inkorrekt Red Bull) und dem 1. FC Lokomotive stand auf dem Programm. Der erste Versuch Ende Februar musste wegen eines plötzlichen Wintereinbruchs in der Messestadt abgesagt werden, nun ging es bei deutlich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Gestern war es endlich so weit: Das Rückspiel vom Leipziger Stadtderby (<a href="http://www.abenteuer-fussball.de/?p=1349">Hinspiel</a> 3:1 für RBL) zwischen den Roten Bullen (aka Rasenballsport oder politisch inkorrekt Red Bull) und dem 1. FC Lokomotive stand auf dem Programm. Der erste Versuch Ende Februar musste wegen eines plötzlichen Wintereinbruchs in der Messestadt abgesagt werden, nun ging es bei deutlich wärmeren Temperaturen im Zentralstadion zum zweiten Säbelrasseln der verfeindeten Vereine, wobei die Abneigung in erster Linie von Blau-Gelber Seite ausgeht.</p>
<p style="text-align: justify;">Für RB Leipzig war das Aufeinandertreffen spätestens seit dem Abend vorher zu einer sportlich eher wertlosen Nummer geworden: Da der direkte Konkurrent Carl Zeiss Jena am Dienstag sein Spiel verlor, stand das RB-Team bereits vor dem Anstoß als Sieger Regionalliga Nordost fest. Auf der anderen Seite ging es für den 1. FC Lok durchaus darum, mit einem Punktgewinn einen entscheidenden Schritt Richtung vorzeitigem Klassenerhalt zu machen.</p>
<p style="text-align: justify;">Die knapp 20.000 Zuschauer im Zentralstadion sahen ein intensives Spiel, wo letztendlich aber die Tore fehlten. Das 0:0 nach 90 Minuten feierten die lautstarken Lok-Anhänger wie einen Sieg, bei nun neun Punkten Vorsprung auf den Abstiegsrang (belegt von Energie Cottbus II) und nur noch vier ausstehenden Partien. Im Vergleich zum Hinspiel präsentierte sich das Team von Trainer Marco Rose deutlich lebhafter, was aber auch mit einer anfangs eher laxen Einstellung der RB-Spieler zu tun hatte. Die Roten Bullen hatten zwar optisch die Partie unter Kontrolle, aber immer wieder kamen die Gäste &#8211; insbesondere durch lange Schläge aus der Abwehr &#8211; zu aussichtsreichen Situationen. Wirkliche Möglichkeiten ergaben sich daraus aber eher selten, was meist technischen Unzulänglichkeiten geschuldet war. Darüber hinaus konnte man auch nicht wirklich behaupten, Lok hätte voll auf Angriff gespielt, nur zögerlich halfen die Mitspieler ihren zwei rotierenden Angreifern.</p>
<p style="text-align: justify;">Nach dem Seitenwechsel bekam RB das Geschehen besser in den Griff, ohne wirklich zwingend zu agieren. Es gab zwar einige Torchancen, aber spätestens auf der Linie konnte Lok immer wieder klären. Neuen Schwung bekam die Partie, als ausgerechnet der erfahrene Kevin Kittler nach 65 Minuten Gelb-Rot wegen Meckerns bekam. Fortan hatte man den Eindruck, beide Teams hätten das Mittelfeld komplett aufgelöst &#8211; ein gerade in der Endphase wieder hochintensiver Schlagabtausch führte aber weiterhin zu keinen Treffern. Bei Lok wegen der letztendlich fehlenden Klasse, bei RB wohl hauptsächlich wegen mangelnder Konzentration.</p>
<p style="text-align: justify;">Nach der Partie sammelte RB-Coach Alexander Zorniger noch auf dem Feld zum Kreis &#8211; einschwören für die kommenden Aufgaben. Eine Leistungssteigerung und mehr Konsequenz ist für die nächsten Wochen erforderlich: Erst Pokalfinale gegen Chemnitz, dann Relegation gegen unbekannt. Und Lok? Die können wohl mit einer weiteren Saison Regionalliga planen &#8211; zumindest aus sportlicher Sicht.</p>
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		<title>Glücklich ins Finale</title>
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		<pubDate>Wed, 01 May 2013 11:45:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Moritz</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Borussia Dortmund]]></category>
		<category><![CDATA[Real Madrid]]></category>

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		<description><![CDATA[Es war das Spiel, auf das seit Ewigkeiten die größte Vorfreude herrschte. Das sahen die Zuschauer im Bernabeu wohl ähnlich. Das als Operettenpublikum verschrieene Publikum generierte eine umwerfende Kulisse. Trotz des Hinspiels schienen sie noch auf die Chance ihrer Königlichen zu hoffen und wurden nicht enttäuscht. Das Spiel belohnte gleich zu Beginn mit einer Intensität [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Es war das Spiel, auf das seit Ewigkeiten die größte Vorfreude herrschte. Das sahen die Zuschauer im Bernabeu wohl ähnlich. Das als Operettenpublikum verschrieene Publikum generierte eine umwerfende Kulisse. Trotz des Hinspiels schienen sie noch auf die Chance ihrer Königlichen zu hoffen und wurden nicht enttäuscht.</p>
<p style="text-align: justify;">Das Spiel belohnte gleich zu Beginn mit einer Intensität wie von einem anderen Stern. Während anderswo zögerlich ausgelotet wird, fegte Real wie ein Orkan durch die Reihen der Dortmunder. Das mussten die Königlichen aber auch und gingen mehr als noch erwartet bis in den roten Bereich in Vorleistung. Das Mittelfeld der Dortmunder bekam kaum einen Zugriff auf das Spiel der Madrilenen, die sich mehrere hundertprozentige Chancen erarbeiteten.</p>
<p style="text-align: justify;">Doch sowohl Öszil als auch Ronaldo mussten mehrfach freistehend vor Weidenfeller erfahren, wie schwer ist, gegen diese Mannschaft auch schon ein Tor zu schießen. Beide vergaben ihre Chancen an den herausragenden Keeper. Es dauerte lange, fast zu lange, bis sich zum einen der BVB darauf einstellte und die Reihen vor dem Strafraum enger schloss, aber zum anderen auch Real dieses hohe Tempo nicht mehr in voller Breite gehen konnte.</p>
<p style="text-align: justify;">Auf Seiten der Madrilenen verlegte man sich zur Kompensation der nachlassenden läuferischen Stärke auf immer längere und weitere Bälle, die es dem Gündogan, Hummels und Subotic immer leichter machten, sie abzufangen. Zudem bearbeiteten sie Lewandowski fortwährend an und über der Grenze zum akzeptablen mit und an allen Körperteilen, was der äußert großzügig pfeifende Webb aber galant übersah. Gleichzeitig nahmen mit der Zeit die Räume zwischen den gegnerischen Mannschaftsteilen zu. Ein erwachendes Angriffsspiel auf Seiten der Schwarz-Gelben war die Folge.</p>
<p style="text-align: justify;">Von Beginn an unverändert musste Klopp seine Mannschaft auf Grund einer Verletzung von Götze schon früh umbauen. Mit Großkreutz statt Götze fehlte den Dortmundern ein zentrales Element, um noch mehr Gefahr bei Kontern zu erzeugen. Das was sie trotzdem auf die Beine stellten konnte sich aber sehen lassen. Am eindrucksvollsten waren mit Sicherheit der Lattenkracher des freistehenden Lewandowski sowie der Schuss an die Pranke des ebenso gut aufgelegten Real Schlussmannes. Es waren die Möglichkeiten den Stress der Schlussminuten frühzeitig zu vermeiden. Vier und mehr Tore hätte Madrid an diesem Abend wohl keiner mehr zugetraut.</p>
<p style="text-align: justify;">Das sah wohl auch Mourinho so, der trotz wacher Augen am Spielfeldrand stehts den Eindruck vermittelte, als würde es ihm gleich den Magen umdrehen. Auch seine Spieler ließen zur Halbzeit schon Anzeichen an Frustration erkennen. Sie traten verärgert in den Rasen, blickten entnervt gen Himmel. Nach gut einer Stunde, in der seine Mannschafte mehr und mehr an Boden verlor, trimmte der Portugiese sie noch einmal darauf alles nach vorne zu werfen.</p>
<p style="text-align: justify;">Seit gefühlten Ewigkeiten pfeifen es die Spatzen von den Dächern, dass man miteinander nicht mehr möchte. Der unverbesserliche Optimismus und die Wirkung seiner Maßnahmen zeigten aber trotzdem Wirkung. Ein gemeinsames Ziel scheint kurzfristig jede Wunden zu heilen. Langfristig war wohl eine der letzten Vorstellungen des Special Ones in Madrid.</p>
<p style="text-align: justify;">Seine Wechsel sollten aber noch einmal Erfolg zeigen. mit gefühlten elf Mann überschwemmten die Weißen das Angriffsdrittel und auf einmal fielen die Tore. Das erste durch den gekommenen Benzema und kurz darauf aus dem Gewühl durch Ramos. Daraufhin wackelte der BVB in der Hölle von Madrid bedrohlich. Szenen wie aus dem Viertelfinale gegen Malaga spielten sich umgekehrt ab. Doch es wurde nur gewankt nicht gefallen.</p>
<p style="text-align: justify;">Ob es allerdings Teil eines Plans war, die eroberten Bälle einfach nur in besten griechischen Spiel immer wieder möglichst weit weg vom eigenen Tor zu schlagen, anstatt nach dem Motto Angriff ist die beste Verteidigung zu verfahren wird wohl ein Rätsel bleiben. Eine solche Beruhigung hätte zum einen Zeit gebracht zum anderen aber auch den Angrifsswahn der Madrilenen durchbrochen.</p>
<p style="text-align: justify;">Wie dem auch sei, es ging gut und ist ein am Ende und insgesamt verdienter Sieg in zwei Runden für die Borussia, der Madrid nichts ebenbürtiges entgegenzusetzen hatte. Am Ende lachte den Schwarz-Gelben das Glück aus dem Gesicht. Welch ein Anblick und am Ende scheinen sie auch noch nicht.</p>
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		<title>Turbulente Tage</title>
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		<pubDate>Sat, 27 Apr 2013 08:52:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Max</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es sind verrückte Tage für die Fussballrepublik Deutschland. Vom Steuersünder über den Götze-Transfer bis zu zwei souveränen Siegen im Halbfinale der Champions League war alles dabei. Und immer mittendrin: Der FC Bayern und Borussia Dortmund, die beiden beherrschenden Teams im deutschen Fussball der letzten Jahre. Eigentlich bin ich kein Freund von generalisierenden Rückblicken, aber da [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Es sind verrückte Tage für die Fussballrepublik Deutschland. Vom Steuersünder über den Götze-Transfer bis zu zwei souveränen Siegen im Halbfinale der Champions League war alles dabei. Und immer mittendrin: Der FC Bayern und Borussia Dortmund, die beiden beherrschenden Teams im deutschen Fussball der letzten Jahre. Eigentlich bin ich kein Freund von generalisierenden Rückblicken, aber da es hier zuletzt so lange ruhig war und ich zumindest einige Gedanken zu den verschiedenen Themen niederschreiben möchte, mache ich das heute trotzdem mal.</p>
<p style="text-align: justify;">Beginnen wir zumindest kurz mit der Steueraffäre rund um Uli Hoeneß. Ich bin ja der Meinung, so etwas ist Privatsache der Leute. Hoeneß wird seine Strafe bekommen, er hat sich ja schließlich auch selbst angezeigt. Nun ist es natürlich so, dass Hoeneß kraft seines Amtes eine öffentliche Person ist, von daher musste er zwangsläufig damit rechnen, dass die Geschichte auch an die Öffentlichkeit kommt. Der Bayern-Präsident wusste ja in den letzten 30 Jahren auch selbst oft genug sich der Wirkung der Presse zu bedienen. Trotzdem finde ich dass, was jetzt rund um dieses Thema abgezogen wird, schlicht lächerlich: Zerredet in den zig Talkshows, wird die Hoeneß-Steueraffäre jetzt wohl sogar ein Wahlkampfthema? Wie krank sind denn die Politiker, die offenbar so einen Grund brauchen, um Themen zu finden? Und letztes Wort dazu: Wer jetzt den Rücktritt von Hoeneß mit Verweis auf seine Vorbildfunktion fordert, dem ist nicht mehr zu helfen. Das Stigma der &#8220;Vorbildfunktion&#8221; hat der Profifussball schon seit vielen Jahren abgelegt.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Reaktion auf diese letztendlich trotzdem für den FC Bayern unappetitlichen Geschichte kam in der Nacht zum Montag: Plötzlich und unerwartet wurde der Wechsel von Mario Götze öffentlich. Ein völlig nachvollziehbares Manöver, besonders die Dortmunder Fans hatten schließlich in den Tagen zuvor riesigen Spaß daran, gegen Bayern und Hoeneß zu schießen. Ich bin der festen Überzeugung, dass die Bayern den Wechsel frühestens nach den Rückspielen im Halbfinale bekanntgeben wollten, wenn nicht sogar erst in der Sommerpause. Doch sie mussten diesen &#8220;Trumpf&#8221; ziehen, um Hoeneß aus der Schusslinie zu nehmen. Hätte übrigens Dortmund und jeder andere Verein genauso gemacht. Und die Scheinheiligkeit vom BVB-Boss Watzke, der sich enttäuscht zeigte über die vorher nicht erfolgte Kontaktaufnahme seitens des FC Bayern, nervt auch extrem: Wie lief gleich noch mal der Wechsel von Reus zu Dortmund ab? Noch schlimmer aber ist die Behauptung, Bayern würde den anderen Vereinen die Spieler wegkaufen. Das ist das Geschäft. Dortmund würde auch einen Ribery oder Robben kaufen, wenn sie die Möglichkeit dazu hätten. Und: Wer zwingt Götze nach München zu gehen? Er ist ein freier Mann und hat diese Entscheidung sicher nicht ohne Grund getroffen.</p>
<p style="text-align: justify;">Doch damit genug geschimpft. Kommen wir lieber zu angenehmen Dingen. Ungeachtet sämticher oben benannter Störfeuer in den Tagen zuvor brannten Bayern und Dortmund in den Halbfinal-Hinspielen ein Feuerwerk ab. Eine solche brutale Qualität im Halbfinale, insbesondere in den Hinspielen, habe ich zuvor noch nie erlebt. Auch wenn im Bayern-Spiel zwei bis drei Tore irregulär waren, das Ergebnis spiegelt den Spielverlauf trotzdem völlig korrekt wieder. Barcelona hatte ebenso keine Chance, wie einen Tag später Real Madrid. Diese beiden Spiele haben neue Maßstäbe gesetzt, die &#8220;spanischen Verhältnisse&#8221;, von denen Uli Hoeneß noch unbelastet vor zwei Wochen &#8211; wenn auch im Bezug auf die Bundesliga &#8211; sprach, muss man für die Königsklasse verneinen: Die Spanier sind im Halbfinale untergegangen. Deutschland ist Trumpf.</p>
<p style="text-align: justify;">Und das ist das schöne in diesen Tagen: Das Säbelrasseln zwischen den Vereinen, insbesondere der Funktionäre und den Medien, scheint die Teams kaum zu beeindrucken. Aber nur deshalb kann man das groteske Gebahren zwischen den Spielen einigermaßen ertragen. Wird dann doch bald Zeit für die Sommerpause.</p>
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		<title>Schwäbisches Mittelmaß</title>
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		<pubDate>Sun, 21 Apr 2013 17:32:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Moritz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bundesliga]]></category>
		<category><![CDATA[VfB Stuttgart]]></category>

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		<description><![CDATA[Man kann zu den Schwaben stehen wie man will, mit dem Verein wird in den letzten Jahren wohl nur absolutes Mittelmaß verbunden. Wer steht besser dafür als der Name des aktuellen Trainers. Doch Labbadia hin, Labbadia her &#8211; der Verein ist seit Jahren einer der regelmäßigsten Teilnehmer am internationalen Geschäft und das macht den VfB [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Man kann zu den Schwaben stehen wie man will, mit dem Verein wird in den letzten Jahren wohl nur absolutes Mittelmaß verbunden. Wer steht besser dafür als der Name des aktuellen Trainers. Doch Labbadia hin, Labbadia her &#8211; der Verein ist seit Jahren einer der regelmäßigsten Teilnehmer am internationalen Geschäft und das macht den VfB Stuttgart gewissermaßen zu einem Phänomen.</p>
<p style="text-align: justify;">Mit dem heutigen schon zweiten Sieg über den SC Freiburg, stellt wieder eine Saison auf den Kopf. Wo seit Monaten eigentlich nur Verdruss auftürmte, stellt sich der Trainer nun hin und bezeichnet die Saison mit dem Nichtabstieg und der Qualifikation für die Europaliga als erfolgreich.</p>
<p style="text-align: justify;">Das ist aber nur die halbe Wahrheit. Ein paar erfolgreiche Wochen mögen zwar kurzfristig Zufriedenheit verbreiten, an den grundsätzlichen Problemen ändert sich dadurch aber herzlich wenig. Jung und wild ist längst Vergangenheit. Tristesse ist auf dem Rasen angesagt. Bis auf einige seltene Ausnahmen mit Symbolcharakter, in denen der VfB zu erleichtern weiß wie in Frankfurt, bleiben zu selten. Die Realität hieß zu oft Magerkost und Gegentore.</p>
<p style="text-align: justify;">Gerade in den letzten Wochen wurde der hohe Einsatz der Mannschaft gelobt oder &#8211; je nach Ansicht &#8211; für den harten Einsatz kritisiert. Fakt ist, sie läuft und sprintet in der Bundesliga unerreicht weit und oft. Die Tatsache, dass dies explizit hervorgehoben wird, sagt schon viel über den sonstigen Zustand der Mannschaft aus. Denn was nützt all das Laufen, wenn die Tore wer anders macht und die Vorstellung eher öfter als selten mit einschläfernd als mitreißend bezeichnet wird. Hohe Niederlagen gegen Bremen und Düsseldorf prägen eine weitere Sicht auf dieses Problem.</p>
<p style="text-align: justify;">Im Sommer soll hingegen laut Bobic wieder einmal eine Überraschung warten. Nach den bemerkenswerten Verschiebung der Aktivitäten zuletzt in den Winter, ist eine gewisse Portion Skepsis wohl angesagt. Im letzten Sommer wurde der Mannschaft der Vorsaison aus Gründen der Austerität noch vertraut, um letztlich festzustellen, dass die Möglichkeiten sich misszuverstehen trotz Eingespieltheit nahezu unbegrenzt sind. Zwischen den Jahren wurde jedoch die eigentliche Ergänzung verpflichtet. Zuerst Ibisevic und dieses Jahr Maxim brachten die Mannschaft stets einige Schritte voran. Für den ganz großen Wurf reichte es in jeweils einer halben Saison jedoch nicht.</p>
<p style="text-align: justify;">Von Jugendspielern aus der eigenen Akademie hört man hingegen zwar viel, integriert werden sie aber trotz aller Sorgen nur zaghaft. Mit dem jungen Rüdiger gibt es zwar wieder ein Exempel, dass es doch geht. Auf breiterer Front ist davon aber nichts zu spüren. Wo bleiben ein Khedira oder ein Tino Werner, über die hin und wieder gefachsimpelt wird, letztlich aber nicht weiter in Erscheinung treten.</p>
<p style="text-align: justify;">Was bleibt ansonsten noch von der Saison? Die allgemeine Stimmung im Umfeld ist seit Monaten mies. Verein und Fans sind alles andere als ein Herz und eine Seele. Erinnert sei nur an gähnende Leere im Stadion im Europapokal. Die schlechtere Heimbilanz ist wohl mehr als nur ein Symptom.  So beschäftigt man sich am Ende doch wieder mehr mit sich selbst, als mit einer Perspektive. All das macht es für die Verantwortlichen nicht einfacher den Verein aus der Lethargie zu reißen und die Fans gleich mit.</p>
<p style="text-align: justify;">Mit dem Pokalfinale hat sich der Verein zwar wieder einmal mit einem Erfolg &#8211; an einen Sieg in Berlin werden wohl nicht einmal Berufsoptimisten glauben &#8211; in die Sommerpause gerettet. Eine Initialzündung sieht jedoch anders aus. So wird wohl alles bleiben, wie es schon immer war &#8211; und das Phänomen Stuttgart lebt weiter.</p>
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		<title>Dortmunder Spektakel</title>
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		<pubDate>Wed, 10 Apr 2013 16:05:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Max</dc:creator>
				<category><![CDATA[Champions League]]></category>
		<category><![CDATA[Borussia Dortmund]]></category>

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		<description><![CDATA[Respekt, Borussia Dortmund! So ein Spiel, so eine Endphase wie beim gestrigen 3:2-Erfolg in der Champions League sieht man wirklich nur ganz selten. Die Vergleiche mit dem 1999 so dramatisch beendeten Finale in der Königsklasse sind keineswegs übertrieben &#8211; an ein anderes Spiel auf diesem Niveau mit dieser Dramatik in der Nachspielzeit kann ich mich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Respekt, Borussia Dortmund! So ein Spiel, so eine Endphase wie beim gestrigen 3:2-Erfolg in der Champions League sieht man wirklich nur ganz selten. Die Vergleiche mit dem 1999 so dramatisch beendeten Finale in der Königsklasse sind keineswegs übertrieben &#8211; an ein anderes Spiel auf diesem Niveau mit dieser Dramatik in der Nachspielzeit kann ich mich spontan überhaupt nicht erinnern.</p>
<p style="text-align: justify;">Letztendlich war es ein Sieg der Moral für die Dortmunder, in einem Vergleich mit Malaga, die taktisch über 180 Minuten extrem diszipliniert auftraten und trotzdem viele Chancen zuließen. Analysiert man Hin- und Rückspiel, ergibt sich ein seltsames Bild: Das Weiterkommen der Dortmunder ist verdient, über ein Ausscheiden hätte man sich aber ebenso wenig beschweren können. Nachdem man vor einer Woche im Auswärtsspiel einige große Torchancen leichtfertig vergeben hatte, setzte sich dieses Bild im Rückspiel über weite Strecken fort &#8211; nur diesmal setzte Dortmunder die Treffer, in allerletzter Minute zwar, aber immerhin.</p>
<p style="text-align: justify;">Natürlich bestand im Vorfeld des Duells mit dem FC Malaga die Gefahr, den Gegner zu unterschätzen. Das ist ein fast schon natürlicher Vorgang, nachdem man es zuvor im Wettbewerb mit den Gegnern Real Madrid, Manchester City, Ajax Amsterdam und Schachtjor Donezk zu tun hatte. Als &#8220;Freilos&#8221; bezeichnete manch durch die Gruppenphase euphorisierter Fan schon die Spanier &#8211; wenngleich ich behaupte, dass sich Mannschaft und Trainer der Aufgabe schon bewusst waren. Trotzdem hat es der BVB spannender als nötig gemacht, vielmehr kann man aus diesem Last-Minute-Sieg sogar einen Hauch mehr Motivation in die Runde mitnehmen als bei einem &#8220;normalen&#8221; Weiterkommen.</p>
<p style="text-align: justify;">Gestern las ich kurz nach der Partie übrigens eine interessante Theorie auf Twitter: Sollte Borussia Dortmund die Champions League gewinnen, würde das die Meisterschaft für den FC Bayern wertlos machen. Ich gebe zu: Eine sehr krude Theorie. Aber sie ist Bestandteil einer in den letzten Wochen etwas albern gewordenen Rivalität zwischen Dortmund und München. Mittlerweile wird dort jede Aktion auf die Goldwaage gelegt, Dortmund hätte letztes Jahr besser gefeiert und sowieso und überhaupt ist der jeweils andere besser.</p>
<p style="text-align: justify;">An eine Entwertung der Meisterschaft für die Bayern &#8211; gerade nach den harten letzten zwei Jahren &#8211; glaube ich übrigens nicht. Aber ginge der Titel in der Königsklasse wirklich in den Ruhrpott, wäre das freilich ein harter Schlag. Schließlich haben die Bayern in den letzten Jahren oft alleine das deutsche Fähnchen hoch halten müssen und den Titel verdient. The show must go on&#8230; Wir warten auf das Halbfinale!</p>
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		<title>Buchkritik: Absolute Dynamite!</title>
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		<pubDate>Sun, 31 Mar 2013 10:51:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Max</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Englische Fussball verströmt seinen ganz eigenen Charme. Insbesondere dann, wenn man selbst noch relativ wenig erlebt hat im Mutterland des Fussballs und sich die Erfahrungen auf zwei Stadionbesuche in Fulham und Glasgow beschränken. Deshalb mag ich Bücher wie Absolute Dynamite! von Carsten Germann, welche einem die besondere Atmosphäre des Fussballs auf der Insel etwas [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Der Englische Fussball verströmt seinen ganz eigenen Charme. Insbesondere dann, wenn man selbst noch relativ wenig erlebt hat im Mutterland des Fussballs und sich die Erfahrungen auf zwei Stadionbesuche in Fulham und Glasgow beschränken. Deshalb mag ich Bücher wie <a href="http://www.amazon.de/Absolute-Dynamite-Fu%C3%9Fballgeschichten-aus-Gro%C3%9Fbritannien/dp/3895337218/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;qid=1364726055&amp;sr=8-1" target="_blank"><em>Absolute Dynamite!</em></a> von Carsten Germann, welche einem die besondere Atmosphäre des Fussballs auf der Insel etwas begreifbarer machen.</p>
<p style="text-align: justify;">Dem aufmerksamen, langjährigen Leser dieses Blogs dürfte der Name Carsten Germann durchaus bekannt vorkommen: Vor etwa viereinhalb Jahren rezensierte ich bereits <a href="http://www.abenteuer-fussball.de/?p=505"><em>football&#8217;s home</em></a>, als dessen Fortsetzung nun also <em>Absolute Dynamite!</em> erschienen ist. Germann liefert 26 neue Geschichten aus England, diesmal sogar auch aus Wales, Nordirland und Schottland.</p>
<p style="text-align: justify;">Carsten Germann, geboren im Jahr 1972, arbeitet seit vielen Jahren als Sportjournalist und gilt als ausgezeichneter Kenner der britischen Fussballszene. Er arbeitet als freier Journalist für verschiedene Print- und Online-Medien, meist mit Berichten von der Insel, aber durchaus auch mal über allgemeine Sportthemen oder Fussball aus Deutschland. Neben den beiden genannten Büchern veröffentlichte er die Vereinschronik des FK Pirmasens und ein Lexikon über die 150 besten WM-Spieler aller Zeiten.</p>
<p style="text-align: justify;">Die knapp 250 Seiten von <em>Absolute Dynamite!</em> sind ein würdiger Nachfolger seines Vorgängers. In bekannter Weise gibt es 26 interessante Geschichten aus dem britischen Fussball. Dabei unterliegen die Kapitel keiner besonderen Ordnung, alles wirkt lose wie zugeflatterte Zettel. Doch das braucht es auch nicht unbedingt &#8211; der Inhalt ist spannend genug. Germann bewältigt dabei einen großen Spagat: Er berichtet sowohl über die zunehmende Kommerzialisierung (Manchester City &amp; Co.), über Weltstars wie Sven-Göran Eriksson oder Titelheld Michael Owen, aber auch über kleine Vereine wie The New Saints FC, FC East Stirlingshire und das Online-Projekt Ebbsfleet United. Aber auch die Tragödie von Hillsborough oder die erbitterte Rivalität zwischen Rapid Wien und Celtic Glasgow. Groundhopper im Rentenalter kommen ebenso zu Wort wie Tony Adams.</p>
<p style="text-align: justify;">Insgesamt präsentiert sich das Buch als bunter, sehr lesenswerter Abriss durch den britischen Fussball. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit bilden die einzelnen Geschichten doch ein abgeschlossenes, rundes Gesamtbild. Und machen Hunger auf mehr. Freilich ist nicht jede Story im Buch von der gleichen Qualität und hohem Informationsgehalt, über den FC Wimbledon und seinen Niedergang in Milton Keynes hatte ich in den letzten Jahren schon häufiger gelesen und auch zwei, drei andere Beiträge ziehen sich etwas in der Länge.</p>
<p style="text-align: justify;">Das tut dem Gesamteindruck jedoch kaum einen Abbruch. Wer mehr über den britischen Fussball in seiner Vielfalt erfahren möchte, sollte dieses Buch lesen!</p>
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		<title>Der schönen Pflicht zweiter Teil</title>
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		<pubDate>Fri, 29 Mar 2013 13:20:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Moritz</dc:creator>
				<category><![CDATA[WM 2014]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Schauspiel ist stets ein merkwürdiges. Die deutsche Nationalmannschaft strotzt vor Selbstbewusstsein. Dominiert das Spiel regelrecht und muss nach nur wenigen starken Situationen der Kasachen mit anschauen, wie das Publikum aufmüpfig wird. Doch der Reihe nach: Im zweiten Spiel gegen die Kasachen in einer guten Woche erlebte das Kombinationsspiel der Löw&#8217;schen Elf einen deutlichen Zuwachs [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Das Schauspiel ist stets ein merkwürdiges. Die deutsche Nationalmannschaft strotzt vor Selbstbewusstsein. Dominiert das Spiel regelrecht und muss nach nur wenigen starken Situationen der Kasachen mit anschauen, wie das Publikum aufmüpfig wird.</p>
<p style="text-align: justify;">Doch der Reihe nach: Im zweiten Spiel gegen die Kasachen in einer guten Woche erlebte das Kombinationsspiel der Löw&#8217;schen Elf einen deutlichen Zuwachs an Schwung. Zu großen Teilen ist dies sicher der Wiederbelebung der linken Angriffsseite geschuldet, die in Astana noch ein Komplettausfall war. Nicht umsonst bildeten die Tore von Marco Reus gewissermaßen einen Rahmen um das Spiel.</p>
<p style="text-align: justify;">Der Dortmunder eröffnete mit einer starken Einzelaktion den Torreigen, nachdem sich die Mannschaft zuvor schon deutlich warmgepasst hatte und krönte beeindruckende Minuten, in denen sich alle elf kasachischen Spieler in ihrer &#8220;Box&#8221; befanden und trotzdem noch vom Kurzpassspiel eines Özil und Götze durchpflügt worden.</p>
<p style="text-align: justify;">So viel Ballbeherrschung auf engstem Raum war auf deutschen Plätzen abseits von Halbzeitspielchen selten. Einzig ein Tor ließ trotz aller Bemühungen auf sich warten. Bis sich Marco Reus ein Herz fasst und nach kurzem Sprint am Strafraum entlang &#8211; nicht passte &#8211; sondern einfach abschloss. Nach Vorlagen von Lahm und Özil trafen auch Götze und Gündogan.</p>
<p style="text-align: justify;">Um die Kasachen musste einem in der Pause schon Angst und Bange werden. Doch ein Faux-Pas von Neuer und eine entspanntere Einstellung der Gastgeber ermöglichte schließlich noch den Aufreger des Abends: Ein unnötiges Gegentor, das Gotteslästerung gleich kam und bei dem ein oder anderen wohl trotz der souveränen Leistung schlimmste Traumate aufriss.</p>
<p style="text-align: justify;">Zu guter Letzt hat eine seit Jahren sich manifestierende Tendenz in Nürnberg ihren Höhepunkt erreicht. Als wenn diese merkwürdige Atmosphäre zwischen Rummel und Friedhof traurigerweise nicht schon nahezu gewöhnlich wäre, wird nun der eigene Torwart nach einem Faux-Pas verhöhnt. Auch wenn es einer Vielzahl der Zuschauer so erscheinen muss, sind die deutschen Nationalspieler nicht die Harlem Globetrotters des Fußballs, die sich einzig dem Spektakel verschrieben haben. Ob diese Geisteshaltung reversibel ist, ist momentan mehr als zweifelhaft. Zu Wünschen wäre es den Spielern allemal. Das indifferente Dankeschön-Banner an die besten Fans der Welt nach jedem noch so bescheidenen Spiel dürfte hingegen kontraproduktiv sein.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Manuel Neuer</strong> &#8211; Es ist ein Spiel gewesen in dem kann man als Torwart nichts gewinnen. Neuer war das zu wenig und verlor mit seinem riskanten Spiel wieder einmal. Es war das erste Gegentor der Kasachen im vierten Spiel. So gesehen ebenfalls das absolut unnötigste, aber wohl auch das Tor mit den denkbar geringsten Auswirkungen. <em>Note: 4</em></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Phillip Lahm</strong> &#8211; Das Lahm im Nationaltrikot mal wieder unübersehbar zeigt, warum er als einer der stärksten defensiven Außenbahnspieler gehandelt wurde, hätte ich kaum für möglich gehalten. Dynamik, Entschlossenheit und Durchsetzungsvermögen von Grundlinie zu Grundlinie ebneten nicht nur den Weg für Götzes Tor, sondern macht Lust auf mehr von diesem Lahm. <em>Note: 2</em><br />
<strong></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Per Mertesacker</strong> &#8211; Ein &#8211; im positiven Sinne &#8211; Spiel zum Abhaken für den Routinier. Beim Gegentor machtlos, war er die permanente Absicherung des spielstarken Mittelfelds und dürfte neben Neuer am wenigsten gelaufen sein. Viel zu sagen gibt es sonst auch nicht. <em>Note: 3</em></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Jerome Boateng</strong> &#8211; Ähnliches gilt auch für Boateng, der sich immerhin durch ungeahnte Passsicherheit im Offensivspiel auszeichnen konnte. Der Erkenntnisgewinn hält sich ansonsten in Grenzen. Ein Prüfstein sieht anders aus. <em>Note: 3</em></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Marcel Schmelzer</strong> &#8211; Mit Marcel Schmelzer im Nationaltrikot werde ich irgendwie nicht warm. Es sieht eigentlich ganz gut aus, was er machte. Zugegeben defensiv war er nicht gefordert. Nach vorne nahmen sich seine Vorsätze gut aus, aber zählbares hat er nicht vorzuweisen. Seine Pässe und Flanken wirken teilweise wie aus der Schrotflinte. <em>Note: 4</em></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Sami Khedira</strong> &#8211; In der ersten Halbzeit war der ansonsten sehr präsente Sechser kaum zu sehen. Angesichts des weit vorne veranlagte Spiels ist eben das allerdings kein Wunder. In der zweiten Halbzeit versuchte er immerhin sichtlich, wenn auch mit begrenztem Erfolg, der Mannschaft über den kurzzeitigen Bruch im Spiel zu helfen. <em>Note: 3</em></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Ilaky Gündogan</strong> &#8211; Der Aspirant auf einen festen Startplatz untermauerte seine Ambitionen in starker Manier. Er war auf dem Platz praktisch omnipräsent. Gündogan lieferte fortwährend Impulse aus dem Mittelfeld und traf selbst in vorderster Front. Mit der aktuellen Form muss er sich vor keinem Konkurrenzen verstecken.<em> Note: 2</em></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Thomas Müller</strong> &#8211; Es war ein ruhiges Spiel von Müller. Ab und zu wurde er als Ballstopper und Weiterleiter ins Spielgeschehen eingebunden. Von ihm selbst kam aber zu wenig. Dank der starken Auftritte seiner Nebenleute fiel das im Gesamtkontext aber kaum auf. <em>Note: 3</em></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Mesut Özil</strong> &#8211; Bei Özil fällt es langsam schwer etwas zu finden, was es noch nicht gab. Das ganze spricht aber für seine Konstanz. Er war wieder einmal sehr mobil und vorne wie weiter hinten zu finden, um das Spiel aus allen Positionen anzukurbeln. Seine Beteiligung an den Toren kommt nicht von ungefähr. <em>Note: 2</em></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Marco Reus</strong> &#8211; Obwohl er recht zurückhaltend agierte, war er eine deutliche Belebung des linken Seite im Vergleich zu Podolski zuletzt. Beherzt eröffnete er den Torreigen und beendete ihn kurz vor Schluss auch wieder. <em>Note: 2</em><br />
<strong></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Mario Götze</strong> &#8211; Unbeachtet der Diskussionen um seine vermeintliche und wahre Position zeigte Götze, warum er auf dem Platz steht: Er steht auch mal am richtigen Platz und trifft einfach. Bei dieser Bilanz in vorderster Front sind seine sonstigen Fähigkeiten am Ball eine nette Dreingabe. Wie Beckmann sich da in der Pause einen Stürmer mit noch mehr Ballgefühl wünschen kann, wird für immer sein Rätsel bleiben. <em>Note: 2</em></p>
<p style="text-align: justify;">FAZIT: Eine Partie, die bei sechs oder mehr Aluminum-Treffern gut und gerne auch zweistellig hätte enden können, präsentierte die Nationalelf in Spiellaune wie selten zuvor. Die passiven Kasachen lieferten sicher ihren Teil, aber wenn sie sich diese Performance bewahren sowie an der Chancenverwertung und dem Abwehrverhalten noch feilen, läuft es auch mal wieder gegen abgezocktere Mannschaften rund.</p>
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		<title>Pflichtübung</title>
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		<pubDate>Sat, 23 Mar 2013 16:33:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Moritz</dc:creator>
				<category><![CDATA[WM 2014]]></category>

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		<description><![CDATA[Kasachstan ist eigentlich ein gern gesehener Gegner der deutschen Nationalmannschaft. Daran änderte auch das dritte Spiel der letzten drei Jahre gegen das abgesehen von Russland östlichste Uefa-Mitglied nichts. Trotz der weiter als gewöhnlich geratenen Anreise ließen sich Jogi Löw und seine Schützlinge nicht aus dem Konzept bringen. Auch wenn laut Vorberichten im Stadion mit einigen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Kasachstan ist eigentlich ein gern gesehener Gegner der deutschen Nationalmannschaft. Daran änderte auch das dritte Spiel der letzten drei Jahre gegen das abgesehen von Russland östlichste Uefa-Mitglied nichts. Trotz der weiter als gewöhnlich geratenen Anreise ließen sich Jogi Löw und seine Schützlinge nicht aus dem Konzept bringen.</p>
<p>Auch wenn laut Vorberichten im Stadion mit einigen Zuschauern am Tag zuvor bereits das Jubeln eingeübt wurde, gab es für die Kasachen während des Spiels nicht allzuviel Grund dafür &#8211; zu dominant spielten die Deutschen in der Anfangsphase auf. Lediglich ind er zweiten Halbzeit taute das Publikum etwas auf. Dabei hätte ihre Mannschaft durchaus auch mehr verdient. Sehr geschickt verlangsamten sie das Spiel des Gegners und vermieden durch ihr sehr zurückgezogene Spiel Ansatzmöglichkeiten für temporeiche Vorstöße der deutschen Mannschaft.</p>
<p>Diese spielte den Ball zunächst eher in die Breite und brauchte lange, bis sie vor dem 1-0 und 2-0 wirklich gefährlich in den Strafraum kam. Ein Grund für das anfänglich zurückhaltende Spiel ist sicher die ungewohnte Aufstellung gänzlich ohne Stürmer, welche durch den frühen Ausfall Draxlers und die folgende Einwechslung von Podolski einen recht frühen Rückschlag hinnehmen musste. Die letztendlich nicht überragende Leistung in Astana reichte jedoch noch für ein drittes Tor.</p>
<p>Dennoch war das Spiel gegen den Außenseiter letztendlich souverän und wurde in Halbzeit Zwei nur mit minimalen Wacklern über die Zeit gebracht. Löw darf man hingegen gratulieren dafür, endlich mal auch außerhalb von erkorenen Testspielen etwas ausprobiert zu haben. Das so etwas nicht auf Anhieb perfekt funktioniert ist nur natürlich, aber es gefiel auf Grund des Pflichtspielcharakters wesentlich besser.</p>
<p><strong>Manuel Neuer</strong> &#8211; Als Kasachstan kurzzeitig etwas mutiger aufspielte, stand der Nationaltorwart zu Beginn der zweiten Hälfte einige Male im Mittelpunkt. Die Schüsse von Schmidtgal und Co. wehrte er aber souverän ab und hatte lediglich beim unhaltbaren Lattenknaller Glück. <em>Note: 3</em></p>
<p><em></em><strong>Phillip Lahm</strong> &#8211; Der Kapitän bliebt in diesem Spiel seiner Position eher treu. Er so lieferte kaum Impulse für das Offensivspiel. Angesichts der ohnehin schon eng beeinander stehenden Spieler vor ihm, war das aber auch eher schwer. Defensive Aufgaben gab es wenn überhaupt nur vereinzelt in der zweiten Halbzeit. <em>Note: 3</em><br />
<strong></strong></p>
<p><strong>Per Mertesacker</strong> &#8211; Das Innenverteidiger-Duo flog gestern komplett unter dem Radar durch. Besonders Mertesacker füllte die Mannschaft hervorragend auf elf Mann auf und fügte seinem Lebenslauf an einem äußerst ruhigen Abend ein weiteres Auswahlspiel hinzu, an dem er zumindest nichts falsch machen konnte. <em>Note: 3</em><br />
<strong></strong></p>
<p><strong>Benedikt Höwedes</strong> &#8211; Für ihn gilt praktisch das gleiche wie für seinen Kollegen. Er war zusätzlich noch Ausgangspunkt des Führungstores in dem er Özil auf den Weg schickte. <em>Note: 3</em></p>
<p><em></em><strong>Marcel Schmelzer</strong> &#8211; Der Dortmunder trug seinen Teil zu einer schwachen linken Mannschaftshälfte bei. Begann er mit Draxler vor sich noch einigermaßen versprechend, gelang im in diese Richtung mit Podolski vor der Nase kaum noch etwas. <em>Note: 4</em><br />
<strong></strong></p>
<p><strong>Sami Khedira</strong> &#8211; Seine Vorstöße aus dem Rückraum sind immer wieder schön anzusehen. Dank des Vakuums in vorderster Front zog es ihn bisweilen auch dorthin. Spielentscheiden konnte er zwar nicht eingreifen, machte aber immerhin eine gewohnt gute Figur und vermittelte die Sicherheit der Bundesbank. Wenn es nötig geworden wäre, wäre er da gewesen. <em>Note: 3</em><br />
<strong></strong></p>
<p><strong>Bastian Schweinsteiger</strong> &#8211; Auch Schweinsteiger konnte sich ob geringer defensiver Pflichten von Zeit zu Zeit nach vorne orientieren. Sehr artistisch nahm er vor dem 1-0 den Ball an und mit. Geschickt kassierte er seine zweite Gelbe Karte und verlebt somit im Rückspiel gesperrt eine ruhige Woche. <em>Note: 3</em><br />
<strong></strong></p>
<p><strong>Thomas Müller &#8211; </strong>Müller war so etwas wie der Spieler des Spiels. Dass wird auch davon unterstrichen, dass der bayerische Jung an allen drei Toren beteiligt war. Ließ sich Götze zurückfallen, drängte er vermehrt in den Strafraum hinein und war auch sonst trotz enger Deckung mobil. <em>Note: 2</em><br />
<strong></strong></p>
<p><strong>Mario Götze</strong> &#8211; Götze stellte am gestrigen Abend den Ersatzstürmer dar. Auf der für ihn ungewohnten Positionm konnte er trotzdem ab und zu Räume schaffen und zum zweiten Tor des Abends abstauben und harmonierte in der zweiten Halbzeit besser als sonst mit Özil. <em>Note: 3</em><br />
<strong></strong></p>
<p><strong>Mesut Özil &#8211; </strong>Die Frage ob Özil oder Götze wurde wieder einmal mit &#8220;es geht auch zusammen&#8221; beantwortet. Einziger Kritikpunkt bleibt wohl die Rechtslastigkeit des Spiels, das zum Teil auch auf seine Kappe geht. Ansonsten war der Pass vor dem eröffnenden Tor gewohnt stark gespielt.<em> Note: 2</em><br />
<strong></strong></p>
<p><strong>Julian Draxler &#8211; </strong>Löws Wahl viel überraschend auf den jungen Schalker, der für das Spiel ohne echte Spitze versprechendere Anlagen mitbringt als Podolski. Noch bevor er sich richtig warm gespielt hatte, musste er aber schon wieder mit einer Gehirnerschütterung vom Platz und bleibt deshalb ohne Note. Eine Wiederkehr ist aber ausdrücklich erwünscht.<br />
<strong></strong></p>
<p><strong>Lukas Podolski &#8211; </strong>Der Arsenal-Spieler kam zu einem sehr frühen Zeitpunkt in die Partie und erlebte dort gleich die beiden Tore hautnah mit. Zum Kombinationsspiel seiner Nebenleute konnte er erwartungsgemäß nicht viel beitragen und blieb über weite Strecken unbemerkt. <em>Note: 5</em></p>
<p>FAZIT: Die Operation Kasachstan kann als Erfolg gewertet werden. Mit einer unspektakulären Vorstellung ungfährdet das Maximum herausholen muss der deutschen Mannschaft erst einmal jemand nachmachen. Gleichzeitig gab es durch die Aufstellung einen weiteren Reizpunkt, der auch wenn nicht alles gleich perfekt lief der Fortentwicklung der Mannschaft sicherlich dienlich war. Was will man mehr?</p>
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