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Buchkritik: Joachim Löw und sein Traum vom perfekten Spiel 17. Mai 2012

Posted by Max in : Medien , add a comment

Joachim Löw hat den Fussball in Deutschland seit seiner Ernennung zum Bundestrainer im Jahr 2006 zu einer neuen Kunstform erhoben. Die alten Tugenden Disziplin und Kampfgeist, über die Deutsche Mannschaften für Jahrzehnte definiert wurden, wurden systematisch ergänzt bis hin zum perfekten Spiel. Erstaunlicherweise ist Löw in der Öffentlichkeit erst seit sechs Jahren so richtig präsent, weil er nicht die schillernde Karriere vieler seiner Vorgänger vorweisen kann. Um mehr über den Architekten des Erfolgs der letzten Jahren zu erfahren, habe ich das Buch Joachim Löw und sein Traum vom perfekten Spiel von Christoph Bausenwein gelesen.

Christoph Bausenwein ist gebürtiger Nürnberger und seit Ende der 1980er-Jahre als freier Autor tätig. Er verfasste diverse Bücher und Chroniken verschiedener Vereine, widmete sich dem “Geheimnis Fußball”, veröffentlichte den Fussball-Band der legendären “Was ist Was”-Reihe und ging dem Erfolgsgeheimnis von Uli Hoeneß auf die Spur. Bausenwein hat aber noch eine andere interessante Notiz in seiner Biografie stehen: Im Jahr 1986 musste er eine Haftstrafe absitzen, weil er als Totalverweigerer den Zivildienst schwänzte und der “Dienstflucht” bezichtigt wurde. Die interessante Geschichte lässt sich auf seiner Website nachlesen.

Doch kommen wir zurück zu Joachim Löw. Eigentlich war wenig bekannt über ihn, bis er von Jürgen Klinsmann 2004 zum Co-Trainer der “neuen” Nationalmannschaft berufen wurde. Doch schon während der sicher stilprägenden Ära Klinsmanns kristallisierte sich heraus, dass der eigentliche Erfolgsfaktor Löw heißt. Der Co-Trainer machte die Taktik, verfolgte seine eigene Philosophie vom schönen Spiel. Zuvor war er mehr oder weniger erfolglos als Vereinstrainer unterwegs. Zwar holte er 1997 mit dem VfB Stuttgart den DFB-Pokal, doch Löw war immer als “zu lieb”, “zu nett”, “zu weich” verschrien. Nach der Stuttgarter Zeit ging es nach Österreich, in die Türkei, zum Karlsruher SC. Er wurde Meister in Österreich, aber besonders lange war er bei keinem Verein. Löws Karriere nahm die entscheidende Wende, als der Anruf von Jürgen Klinsmann kam…

In seinem Buch zeichnet Christoph Bausenwein ein ausführliches Bild vom Bundestrainer, ohne dabei zu viele private Details zu veröffentlichen. Es ist ja auch keine Autobiografie. Joachim Löw und sein Traum vom perfekten Spiel ist in drei logische Teile gegliedert: Zunächst wird die Spieler- und Trainerkarriere Löws bis 2006 beschrieben (“Der Aufstieg eines Unscheinbaren”). Hier gibt es ausführliche und interessante Informationen zu Löws Schweizer Fussballlehrer-Prägung, sowie seiner Tingeltour mit verschiedenen Vereinen. Bis hin zur Zeit als DFB-Co-Trainer. Im zweiten Teil “Der Bundestrainer und seine Turniere”) wird die Entwicklung der letzten sechs Jahre dargestellt. Teil 3 (“Die Nationalmannschaft als Firma Löw”) verlässt teilweise die Ebene der harten Fakten und beschäftigt sich mit der Art und Weise, wie Löw im Zusammenspiel mit seinen engsten Mitarbeitern Flick, Bierhoff und Köpke die Nationalmannschaft step-by-step zu einer Art eigenem Unternehmen umgebaut hat. Mit aller Konsequenz, aber auch mit dem Erfolg, den wir jetzt haben.

Auf knapp 350 Seiten bleibt eigentlich kaum eine Frage unbeantwortet, bleibt kaum ein Fakt zum Bundestrainer unberührt. Was hat er eigentlich vor der DFB-Karriere gemacht? Warum waren seine Gastspiele bei Vereinen nie von Dauer? Was und wer prägte Löw in seiner Spielphilosophie? Wie geht Löw mit Konflikten im Rahmen der Nationalmannschaft (Stichwort: Ballack/Frings) um? Dieses Buch taugt nicht nur als eine perfekte, detaillierte Nacherzählung der Laufbahn von Joachim Löw, sondern steigt viel tiefer in die Materie ein.

Unterstützt wird das Lesevergnügen durch den sehr angenehmen, flüssigen Schreibstil des Autors. Weiterhin ist das Buch keinesfalls eine Glorifizierung der Person Joachim Löw, denn unklare Verhaltensweisen von Löw, etwa der unnötig in die Länge gezogene Abschied von Michael Ballack, werden vom Autor hinterfragt und kritisiert – somit bleibt Bausenwein immer glaubwürdig. Lediglich das letzte Kapitel, was Joachim Löw als “Philosoph auf der Trainerbank” beschreibt, war etwas zäh. Oder ich hatte nur einen schlechten Tag. Und noch ein kleiner Kritikpunkt: Dem aufmerksamen Leser entgehen im Buch einige kleine fachliche Fehler nicht. In der sechsten Auflage sollte eigentlich auch ein “Jürgen Tuchel” als Mainzer Trainer nicht mehr auftauchen.

Fazit: Eine unbedingte Leseempfehlung. Und zwar noch bis zum Beginn der Europameisterschaft. Ich habe selten eine so überzeugende Biografie gelesen. Großartige Leistung von Christoph Bausenwein!

In eigener Sache 13. Mai 2012

Posted by Moritz in : Dritte Halbzeit , add a comment

Der eine oder andere treue Leser wird das offenkundige schon bemerkt haben. Sowohl Max als auch mir fehlt seit einigen Wochen immer öfter die Zeit, um das Geschehen in der gewohnten Manier der letzten Jahre mehr oder weniger aktuell zu verfolgen. Eine Situation, die auch für uns unbefriedigend war und ist.

Nach einiger Diskussion haben wir uns jedoch dazu entschieden, dass wir wir den Blog nach beinahe fünf Jahren aber nicht  ganz aufgeben möchten. Er ist uns doch zu sehr ans Herz gewachsen.  Langfristig wird sich die Frequenz zwar eher auf einem geringeren Niveau von einigen Beiträgen im Monat einpendeln, aber wir hoffen dadurch einfach etwas den einfachen Druck auf uns selbst zu reduzieren.

Zuvor wird die kommende EM aber noch einmal Highlight, auf das wir vorausschauen und dem wir uns intensiver widmen werden. Es lohnt sich aber auch danach weiterhin ab und zu hier vorbei zuschauen. Wir freuen uns über jeden, der sich über das, was wir machen, ebenso freut. In diesem Sinne wünschen wir noch einen angenehmen Sonntagabend!

Alles verloren

Posted by Moritz in : Fussball International , add a comment

Gerechnet hatte irgendwie keiner damit, schließlich konnte der FC Metz auch in der letzten Saison den Kopf noch einmal aus der Schlinge ziehen. Auch wenn ist es noch nicht amtlich ist, wäre es ein Narr, der glaubt, dass der Verein seinen Rückstand zum rettenden Ufer noch aufholen könnte. Er beträgt genau drei Punkte und die Wenigkeit 14 Toren.

Damit erlebt der Absturz des Vereins einen neuen, traurigen Höhepunkt. Einen mit Ansage jedoch. Grundlos versinkt Metz nicht das erste Mal in seiner achtzigjährigen Geschichte nicht in der Drittklassigkeit. Jean-Sébastien Gallois vom Republicain Lorrain hat ein wunderbar zutreffendes Filmzitat aus “La Haine” dafür gefunden:

Dies ist die Geschichte einer Mannschft, die aus dem 38. Stock eines Hochhaus fällt. Während sie fällt, wiederholt sie, um sich zu beruhigen, immer wieder: ‚Bis hierher ging es gut, bis hierher ging es gut, bis hierher ging es gut…‘. Aber wichtig ist nicht der Fall, sondern die Landung!

Was die Jahre zuvor gut ging, endete nun schmerzhaft. Lange Zeit befand man sich im Mittelfeld, wähnte sich in Sicherheit und spielte weder spektakulär noch unterirdisch. Doch die Ergebnisse entsprachen nicht mehr dem, was im Herbst zuvor den ruhigen Tabellenplatz verschafft hatte. Es war der schleichende Beginn, der Maßnahmen zum Winter wohl unnötig erscheinen ließ.

Erst in der zweiten Saisonhälfte brach die Mannschaft beinahe komplett auseinander. Bedingt auch durch die Verletzung einiger Schlüsselspieler, die danach nie wieder an ihre alte Form anknüpfen konnten, verlor die Mannschaft jegliche Durchschlagskraft im Spiel nach vorne und stellt inzwischen den schwächsten Angriff der Liga. 29 Tore in 37 Spielen, das ist das harmlose Niveau eines FCK und ähnlich hat man sich die Auftritte auch vorzustellen.

Das alleine ist man vom Verein noch gewohnt. Schwer wiegt hingegen, dass der Liga, in der jedes drittes Spiel unentschieden endet, das, was den FC Metz eigentlich auszeichnete, sich ebenfalls dem schwachen Niveau anpasste. Nachdem sowohl der ehemalige Kapitän als auch der Außenverteidiger in Dresden große Erfolge feiern, zeigte der Defensivverbund in Metz in vielen Spielen Lücken. Tödlich bei Stürmern, die ihren Namen kaum verdienen.

Im Vorfeld wurde zwar stets versprochen, dass man es nun besser machen werde. Das Ergebnis strafte offenkundig lügen. Zahlreiche Punkte wurden nur durch wenige Momente der Unaufmerksamkeit verschenkt.

Doch Präsident Serin wackelte bis auf ein eingehaltenes Ultimatium und nur zwei Siegen in der Rückrunde nicht am Stuhl des Trainers Bijotat. Ein Vertrauen, das letztendlich nicht erfüllt wurde. Vielleicht auch weil auch er konstatieren musste, dass diese Mannschaft, die wirkte wie ein benommer Boxer, der apathisch einen Haken nach dem anderen kassiert, auch durch einen anderen Trainer nicht aufgeweckt werden konnte.

Ein weiterer Randaspekt, der das das Verhältnis zur Realität ganz gut beschreibt ist, dass die Verantwortlichen sich die ganze Zeit über Hoffnungen auf eine verspätete Nominierung zur EM-Stadt und einen millionenschweren Stadionneubau machten. Im Nachhinein erscheint es wie der Größenwahn eines Fieberkranken.

Für den Verein kann es nun nicht einfach nur heißen, die Mannschaft zusammenzuhalten. Dazu sind die Gründe auf allen Ebenen zu tiefgreifen, zu vielfältig. Vielmehr wird ein grundlegender Neuanfang nötig sein, der sowohl die Mannschaft als auch die Vereinsstruktur komplett entkernt und neuzusammensetzt. Unter den gegebenen Umständen dürfte es den FC Metz noch weiter an den Rand seiner Möglichkeiten oder sogar darüber hinaus treiben. Es ist die Quittung für Fehler, die inzwischen in der Vergangenheit liegen und nicht rechtzeitig korrigiert wurden.

Wie weit das führen kann, zeigt ein warnendes Beispiel: Vor exakt zwei Jahren stieg der RC Strasbourg gleichermaßen ab und wurde von den in der Folge freigesetzten Fliehkräften rund um den Abstieg und verpassten Wiederaufstieg im Grunde vollkommen zerissen und findet sich als Schatten seinerselbst nur noch in der fünften Liga wieder. Bleibe dies dem Verein erspart.

Der ungeliebte Gastgeber 1. Mai 2012

Posted by Moritz in : EM 2012 , add a comment

Seit Jahren gärt es schon in der Ukraine, gilt sie dem Westen nicht als Musterknabe. Lange Jahre störte dies aber keinen über Gebühr. Die größte Sorge galt lange der rechtzeitigen Fertigstellung der Stadien.

Diese sind wenige Wochen vor dem ersten Antoß inzwischen spielbereit und fertiggestellt. Die Ukraine steht inzwischen vollständig im Scheinwerferlicht. Da rückt ein durch einen Präzedenzfall ein weiterer Aspekt hervor, der bisher keinerlei Kopfzerbrechen bereitet hat. Die Ukraine ist eine Demokratie nicht ganz nach dem Geschmack der Deutschen.

Dass dies überraschend kommt, kann nun gewiss keiner behaupten. Es wirkt daher wie ein inszeniertes Strohfeuer, das entfacht wurde. Die Erkenntnis, dass sich in wenigen Wochen nicht nachholen lässt, was zuvor Jahre lange versäumt wurde, schlägt durch wie ein Meteroit. Was also tun? Moralinsaure, besserwisserische Reden halten mit dem Gedanken im Hinterkopf, dass es einen ja nicht betrifft.

Gerade der Fall Timoschenko ist schon in der Sache zweischneidig. Im Ergebnis aber auch: Wird entsprechend der Forderungen verfahren, erscheint die Welt wieder rosig und die EM kann mit all seinen Gästen beginnen wie dereinst geplant. Es ist dieser erweckte Eindruck der ein Geschmäckle hinterlässt.

Es wäre beachtenswert gewesen, wenn sich ein Politiker, die ohnehin nur Randfiguren darstellen, allein seiner Überzeugung wegen zu einem solchen Schritt durchringen könnte und nicht erst im letzten Moment in Anbetracht der Stimmungen seine Absage bekundet.

Zumal ebenfalls schon absehbar ist, dass wenige Wochen nach der Europameisterschaft die Ukraine wieder aus dem Fokus gerückt sein wird. In naher, ferner Zukunft gelten abermals die anderen, alten Prioritäten. Es ist der ewig gleiche Zyklus, der einen die Bekundungen nicht mehr ernst nehmen lässt.

So war es nicht nur in jüngster Vergangenheit bei Olympia in Peking, so wird es bei der kommenden Olympiade und der WM in Russland sein. Solange solche Großereignisse bereitwillig vergeben werden und zumal die Politik hier jeweils vor vollendete Tatsachen gestellt wird, lässt sich eine solche Situation auch in Zukunft nicht vermeiden. Aber vielleicht ist der Umgang damit dann souveräner.

Dieser Wunsch dürfte aber vergebens sein. In diesem Sinne noch eine unaufgeregte Zeit bis zur Europameisterschaft in Polen (!)  und der Ukraine.

Das Schlimmste verhindert 23. April 2012

Posted by Max in : Bundesliga , add a comment

Am 11. April 2011 war es letztmals soweit. Über ein Jahr, genauer 378 Tage, ist es nun her, dass ich in diesem Blog zuletzt einen Beitrag über den Hamburger Sportverein – meinen Verein! – geschrieben habe. Damals prognostizierte ich in einer Analyse für den Saisonendspurt, dass der HSV doch noch gute Chancen auf einen Abschluss auf dem siebten Tabellenrang hätte. Wenn ich mir die damals erdachte Endtabelle der Saison 2010/2011 so anschaue: Ziemlich gute Trefferquote, Platz 1-6 auch in der Reihenfolge richtig. Nur beim HSV lag ich daneben.

Zwischen dem erwähnten Beitrag und dem heutigen Tag liegt ein schlimmes Jahr für den Verein. Ein schlimmes Jahr für die Fans. Noch sollte ich eigentlich keine zu große Reden schwingen, denn theoretisch ist der Abstieg für das Gründungsmitglied der Bundesliga weiterhin möglich. Allerdings scheint das Schlimmste vorerst verhindert. Denn, wie sagte schon vor einigen Wochen ein User auf Twitter: Das Glück des HSV diese Saison könnte sein, dass sich drei noch schlechtere Mannschaften finden lassen. Der Spruch war damals noch auf die inzwischen erstarkten Augsburger und Freiburger gemünzt, heute trifft es auf die völlig orientierungslosen Klubs aus Berlin, Köln und Kaiserslautern zu.

Apropos Kaiserslautern: Vor etwas mehr als drei Wochen war ich beim Gastspiel des HSV auf dem Betzenberg zu Gast. Es war das zweite Spiel des FCK unter der Leitung vom gescheiterten Retter-Coach Krassimir Balakov. Selten habe ich ein so grottenschlechtes Spiel wie an diesem Samstag gesehen. Aber immerhin gab es einen Dreier für die Hamburger. Der erste Sieg nach zuvor sechs sieglosen Spielen. Aber auch dieses hart erkämpfte Erfolgserlebnis gegen einen 1. FC Kaiserslautern, der so harmlos war, wie sonst nur unterklassige Vereine in Pokalspielen gegen Bundesligisten, war nicht der finale Befreiungsschlag. Erst am 31. Spieltag gelang mit dem 1:0-Heimerfolg gegen Hannover – erst der vierte Sieg vor eigener Kulisse in dieser Spielzeit – ein wichtiger Erfolg. Es war zugleich das beste Saisonspiel. Jetzt reicht ein Punkt aus den letzten beiden Aufgaben Mainz und Augsburg. Und selbst wenn der nicht gelingt wird sich jemand finden, der es nicht ausnutzt. Köln zum Beispiel.

Dann kann man endlich einen Haken hinter diese Saison machen. Wohl kaum einer hatte geahnt, was passieren würde, nachdem man Armin Veh im März 2011 vom Hof jagte. Michael Oenning gewann danach sein erstes Spiel als Cheftrainer. Es blieb sein einziger Sieg. Oenning war der Aufgabe letztendlich nicht gewachsen, auch weil er vom neuen Manager Frank Arnesen eh nur als Notvariante eingesetzt wurde, denn andere Trainer waren für den HSV offensichtlich nicht bezahlbar. Stattdessen gab es einen mächtigen Umbruch an der Spielerfront – Altlasten der Marke van Nistelrooy, Elia oder Demel wurden entsorgt. Neu an die Elbe kam ein ganzer Schwung junger Spieler aus der Chelsea-Jugend. Das Konzept ist bestenfalls teilweise aufgegangen. Die erste Korrektur, die Arnesen vornehmen musste, war die Entlassung Oennings und Auslösung von Torsten Fink als Trainer in Basel.

Letztendlich zündete das Instrument doch noch. Zwischendurch konnte man aber schon mal an der Selbsteinschätzung des neuen Coaches zweifeln. Als die Leistungen der Rothosen immer schlechter wurden faselte Fink – ganz mit dem Bayern-Gen ausgestattet – noch vom Europapokal. Erst als seine Mannschaft kurz vor dem Abgrund stand und im März immer weiter nach unten rutschte, schwenkte auch der Trainer ein. Wohl mit entscheidender Wirkung.

Doch eine Frage bleibt: Wie nachhaltig ist die Arbeit von Arnesen und Fink? Im letzten Sommer stand alles auf Umbruch. In den Monaten danach musste sich das Duo finden und war zunächst an allen Fronten im Existenzkampf gebunden. Jetzt muss die Marschroute Weiterentwicklung heißen. Die Mannschaft hat sicher Potential, aber die Qualität reicht einfach nicht aus. Um eine weitere Saison am Abgrund zu vermeiden, muss sich das Führungsduo etwas mehr einfallen lassen, als die Chelsea-Nachwuchsmannschaft zu plündern.